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Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl
Entstehung
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11. KürtH.

Das Kirchdorf Hürth, zur Gemeinde und Bürgermeisterei gleichenNamens gehörig, mit 242 Wohngebäuden, 4 Wassermühlen, einer großenBierbrauerei und einer Villa, mit 1146 katholischen, 1 akatholischen, 19jüdischen Bewohnern, liegt in einer breiten Mulde, welche von Hermül-heim nach Westen in das Vorgebirge sich hineinzieht. Am Ende diesesThales entspringen die Hauptquellen des Hürther- oder Duffesbaches,welcher das Dorf der Länge nach durchfließt und sich zu Köln in denRhein ergießt. Oestlich von Hürth zieht in einer Entfernung von1 Kilometer die allmälig zur Höhe der Vill hinaufführende Köln-Luxem-burger Straße vorüber. Der Ort liegt 10 Kilometer von Köln, 3 Kilo-meter von der nächsten Eisenbahnstation Kalscheuren und IVs Kilometervon der Poststation Hermülheim.

Zur Pfarre gehören die Dörfer Knapsack mit 52 Wohnhäusernund 236 katholischen Bewohnern, und Alstädten mit 67 Häusern und314 katholischen und 8 jüdischen Bewohnern, das Forst- oder Villenhausmit 7 und Villenhöhe mit 13 Seelen. Es beträgt sonach die Seelenzahlder ganzen Pfarre 1716 Katholiken, 1 Akatholik und 27 Juden.

Hürth war schon den Römern bekannt und mit Niederlassungenderselben versehen. Dieses beweisen manche Ueberreste von römischenBauten, ganz besonders aber der alte Canal, durch welchen das oberhalbHürth entspringende Quellwasser über Theresiagrube und Hermülheimnach Köln geleitet wurde. In den letzten Jahren noch ist derselbe amWege, in der Nähe der Theresiagrube, aufgedeckt, untersucht und als un-zweifelhaft römischen Ursprungs befunden worden. Auch unterliegt eskeinem Zweifel, daß in der Nähe der Kirche, wo sich später eine mittel-alterliche Burg, umringt von Wassergräben, erhob, eine römische Villagestanden hat *).

fl Annalen d. hist. Vereins, XXXVII 72 u. l03.