Hcrmulhcim. 337
Gottfried Clemens August Böhmer, ernannt den 4. October1886 unter dem Titel eines Hülfsgeistlichen. Derselbe ist geboren zuHehlrath am 6. Mai 1839, Priester seit 4. October 1865 und Vicarzu Giesenkirchen seit dem 28. December 1865.
Wsterei.
Zur Küsterei gehörte nie eine besondere Dienstwohnung. Wie obenbemerkt, dienten seit Mitte des vorigen Jahrhunderts die alten Gebäudedes zur Pastorat gehörigen Abtsgutes dem Küster zur Behausung undSchulstube, bis dieselben 1837 abgebrochen wurden.
Der Küster hat jetzt den Nießbrauch von drei Morgen Küstereiland.Dazu bezieht er 250 Mark für Dienste und aus Stiftungen.
Schule u.
Bis zur preußischen Herrschaft wurde, wie in den meisten Landorten,auch in Hermülheim der Schulunterricht vom Küster ertheilt. Der Land-Comthur leistete dafür jährlich 10 Rthlr. und für Heizung 1000 KlüttenBraunkohle. Der Unterricht war übrigens frei und wurde im Hausedes Küsters ertheilt.
Das jetzige Schulhaus ist 1843 auf käuflich erworbenem Terrain desdaneben liegenden, zur Pastorat gehörigen Baumgartens erbaut und 1882durch Anbau eines zweiten Schulsaales nebst Lehrerwohnung vergrößertworden. Von da an wurde die früher einklassige zu einer zweiklassigenSchule. Die Zahl der Schulkinder belief sich im Jahre 1885 auf 100.
An derselben wirkten als Lehrer: Hermann Oberzier, seit 16. Fe-bruar 1824; Winand Zanders, seit 27. November 1840; Franz Helmes,seit 17. Juni 1842; Joseph Eimermacher, seit 9. November 1844; Hein-rich Schaf, seit 7. März 1849; Johann Rudolph Orthen, seit 1. Juli1860. Seit 1882 fungirt als Lehrerin Carolina Eisenhuth.
Pfarreien (VI. Brühl).
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