Hürth.
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Die ersten urkundlichen Nachrichten über Hürth begegnen uns ineinem Diplom Erzbischofs Philipp vom Jahre 1185, wodurch derselbedem Kloster Mechteren (aä irmrt^ros) u. a. 100 Morgen Land miteinem Hofe daselbst verleiht. „Wir schenken," sagt er, „zugleich mitunserer Schwester Salome von unserem väterlichen Vermögen 100 Mor-gen Land in dem Dorfe Hürth (Hurte) und den Hof, der »Ruzin« ge-nannt wird"). Der Name hat sich erhalten in der später vorkommendenBezeichnung Reußen- oder Rüschenhof. 1234 treffen Richolf Overstolzund dessen Frau Elisabeth Bestimmungen, wie ihre Besitzungen vertheiltwerden sollen. Sie übergeben ihrer Tochter Sophia und deren MannBruno Buntebart 4 Mark Rente, zwei Häuser und den vierten Theilder in dem Dorfe Hürth liegenden Güter, „welche dem Mundschenk ge-hört haben", an Aeckern und Wäldern, wie sie daliegen, und eine Mühlemit Wiesei?).
Hürth war bis zur französischen Occupation eine brabantische, vondem Falkenburgischen Lehnhof lehnrührige Herrschaft, während die ein-gepfarrten Dörfer Knapsack und Alstätten zum kurkölnischen Gebiete, demAmte Lechenich, gehörten. Im Besitze der Herrschaft und der BurgHürth fand sich im 13. Jahrhundert eine Familie, die danach ihrenNamen führte.
1256 wird Henricus de Hurthe als „Getreuer" und Zeuge in derUrkunde benannt, wodurch Erzbischof Conrad von Hochstaden den Erwerbdes Hofes Hermülheim durch das Deutschordenshaus zu Köln bekunde?).
1251 war Johannes de Hürte „Truchseß von Waldenburg", Zeugebei Beurkundung des Ausgleiches zwischen Erzbischof Konrad von Kölnund Graf Wilhelm von Jülich wegen HülchrathZ. — 1260 wird der-selbe Marschall von Westphalen genannt?); 1264 „Trugseß und Burg-mann in Isenburg" b). 1278 besiegelt derselbe als Zeuge die Urkunde,
durch welche Philipp, Vogt von Kendenich, dem Deutschen OrdenshauseSt. Katharina zu Köln ein Grundstück zu Kendenich verkauft?).
1336 schenkt Sophia von Hürth den Minoriten zu Köln dasHaus „Hürth up der Ruren", zwischen der Randolfgasse und der Breit-straß?).
Nach Fahne b) bekam dieses Geschlecht einen Burgsitz zu Schön-ecken in der Eifel, und schrieb sich seitdem Hürt von Schönecken. Eshat eine große Macht erlangt und bedeutenden Einfluß aus seine Zeitausgeübt. Nach den von Hürth kam die Herrschaft in den Besitz der
h Ennm u. Eckertz, Quellen, I 99. — h I. v. Il 151. — 0 Lac., Urk., II 432— ") I. v. II 376. — h I. o. II 324. — 1. o. II 550. - 0 1. o. II 717. -
ch Ennm, Gesch. der Stadt Köln, III 796. — ^ Fahne, Gesch. der Geschlechter, I 182.