in die Weltweishcit einzuführen. 3. Abschn. 47
hier angeführte Regel beruht, so wird man alsbald inne, daß, wasdie Aufhebung eines existirenden Etwas anlangt, unter denLcidenzen der geistigen Naturen dcsfalls kein Unterschied sein könnevon den Folgen wirksamer Kräfte in der körperlichen Welt, nämlichdaß sie niemals anders aufgehoben werden, als durch eine wahreentgegengesetzte Bewegkraft eines Anderen; und ein inneres Acci-dens, ein Gedanke der Seele kann nicht aufhören zu sein, ohneeine wahrhaft thätige Kraft eben desselben denkenden Subjects.Der Unterschied betrifft hier nur die verschiedenen Gesetze, welchendiese zweierlei Arten von Wesen untergeordnet sind; indem der Zu-stand der Materie niemals anders, als durch äußere Ursache, dereines Geistes aber auch durch eine innere Ursache verändert wer-den kann; die Nothwendigkeit der Rcalentgegensetzung bleibt indessenbei diesem Unterschiede immer dieselbe.
Ich bemerke nochmals, daß es ein betrügerischer Begriff sei,wenn man die Aufhebung der positiven Folgen der Thatigkeit unse-rer Seele glaubt verstanden zu haben, wenn man sie Unterlas-sungen nennt. Es ist überaus merkwürdig, dass, je mehr manseine gemeinsten und zuversichtlichsten Urtheile durchforscht, destomehr man solche Blendwerke entdeckt, .da wir mit Worten zufrie-den sind, ohne etwas von den Sachen zu verstehen. Daß ich jetzoeinen gewissen Gedanken nicht habe, ist, wenn er vorher auch nichtgewesen ist, daraus freilich verständlich genug, wenn ich sage: ichunterlasse dieses zu denken; denn dieses Wort bedeutet alsdcnn denMangel des Grundes, woraus der Mangel der Folge begriffen wird.Heißt es aber: woher ist ein Gedanke in mir nicht mehr, der kurzvorher war? so ist die vorige Antwort ganz nichtig. Denn diesesNichtsein ist nunmehr eine Beraubung und das Unterlassen hat an-jetzt einen ganz anderen Sinn*), nämlich die Aufhebung einer Thä-tigkeit, die kurz vorher war. Dieses ist aber die Frage, die ichthue, und bei der ich mich durch ein Wort nicht so leicht abspeisenlasse. Bei der Anwendung der gedachten Regel auf allerlei Fälle
Dieser Sinn selbst kommt dem Worte nicht einmal eigentlich zu.