IN die Weltweisheit ei'nzufiihren. 2. Abschn. 33
ist, in softrne vier tausend Thaler Schulden oder anderer Aufwanddamit verbunden ist. Das Folgende wird zur Erläuterung dieserGesetze viel beitragen.
Ich mache zu dieser Abtheilung noch folgende Anmerkung, alszum Beschlüsse. Die Verneinung, in soferne sie die Folge einerrealen Entgegensetzung ist, will ich Beraubung (privatio) nennen;eine jede Verneinung aber, in soferne sie nicht aus dieser Art vonRepugnanz entspringt, soll hier ein Mangel (llekeetus, adsentia)heißen. Die letztere erfordert keinen positiven Grund, sondern nurden Mangel desselben; die crstere aber hat einen wahren Grund derPosition und einen eben so großen entgegengesetzten. Ruhe ist ineinem Körper entweder blos ein Mangel d. i. eine Verneinung derBewegung, in soferne keine Bewegkraft da ist; oder eine Berau-bung, in soferne wohl Bewegkraft anzutrcffcn, aber die Folge, näm-lich die Bewegung durch eine entgegengesetzte Kraft aufgehoben wird.
Zweiter Abschnitt.
In welchem Beispiele aus der Weltweisheit angeführt werden,darin der Begriff der negativen Größen vorkonunt.
1 .
Ein jeder Körper widersteht durch Undurchdringlichkeit derBeweg-krast eines anderen, in den Raum einzudringen, den er einnimmt.Da er bei der Kraft des anderen zur Bewegung gleichwohl einGrund seiner Ruhe ist, so folgt aus dem Vorigen, daß die Un-durchdringlichkeit eben sowohl eine wahre Kraft in den Lheilen desKörpers voraussetze, vermittelst deren sie zusammen einen Raumcinnehmcn, als diejenige immer sein mag, womit ein anderer indiesem Raum sich zu bewegen bestrebt ist.
Stellet euch zur Erläuterung zwei Federn vor, die gegen ein-ander streben. Ohne Zweifel halten sie sich durch gleiche Kräfte inRuhe. Setzet zwischen beide eine Feder von gleicher Spannkraft,so wird diese durch ihre Bestrebung die nämliche Wirkung leistenKant s. W. i. 3