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1 (1838) Immanuel Kant's Schriften zur Philosophie im Allgemeinen und zur Logik
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Versuch, den Begriff der negativen Großen

gedrückt werden und die Bejahung durch ein jegliches positives Zei-chen; die Verknüpfung aber in demselben Subjecte durch-f-oder.Hier erkennt man, daß ^ -f- 0 ^ 0 0 st- 0 0,

0 0 0 *) insgcsammt keine Entgegensetzungen sind und daßin Keinem Etwas, was gesetzt war, aufgehoben wird. Jmgleichenist st- -4 keine Aufhebung und es bleibt kein Fall übrig, alsdieser, L, 0, d. i. daß von Dingen, deren eines die Ne-gative des anderen ist, beide ä und also wahrhaftig positiv sind, dochso, daß eines dasjenige aufhebt, was durchs andere gesetzt ist, wel-ches hier durch das Zeichen angedeutct wird.

Die zweite Regel, welche eigentlich die umgekehrte der erstenist, lautet also: allenthalben, wo ein positiver Grund'ist und dieFolge ist gleichwohl Zero, da ist eine Realentgegensctzung, d. i.dieser Grund ist mit einem anderen positiven Grunde in Verknüpfung,welcher die Negative des ersteren ist. Wenn ein Schiff im freienMeer wirklich durch Morgenwind getrieben wird und cs kommt nichtvon der Stelle, wenigstens nicht so viel, als der Wind dazu Grundenthalt, so muß ein Seestrom ihm cntgegenstreichen. Dieses willim allgemeinen Verstände so viel sagen, daß die Aufhebung derFolge eines positiven Grundes jederzeit auch einen positiven Grunderheische. Es sei ein beliebiger Grund zu einer Folge b, so kannniemals die Folge 0 sein, als insofern ein Grund zu b, d. i.zu etwas wahrhaftig Positivem da ist, welches dem ersten entgegen-gesetzt ist; b b 0. Wenn Jemands Verlassenschaft 10000 Rthl.Capital enthält, so kann die ganze Erbschaft nicht blos 6000 Rthl.ausmachcn, außer insofern 10000 4000 6000 ist, das

*) Man könnte hier auf die Gedanken kommen, daß 0 noch einFall sei, der hier ausgelassen worden. Allein dieser ist im philosophischenVerstände unmöglich; denn von Nichts kann was Positives nimmermehr wcg-genommen werden. Wenn in der Mathematik dieser Ausdruck in der An-wendung richtig ist, so kommt es daher, weil das Zero weder die Vermehrungnoch Verminderung durch andere Größen im Geringsten etwas ändert-^ 0 -k, ist noch immer -i. und daher das Zero ganz müßig. Der

Gedanke, welcher davon entlehnt worden, als wenn negative Größen we-niger, wie Nichts waren, ist daher nichtig und ungereimt.