Druckschrift 
2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
Entstehung
Seite
159
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Dun Piukstku Jiiiian.nks.

I 39

Am Fasse des Herges Vaus [oder Yiclori;ilis), auf dem die Stennviirte war.um den propheze/tee Stern zu beobachten, halten (he drei honuje die Stadl Souvva(Skulla, s. o.) (jebaut und diese wird die Residenz des Priesters Johannes unddes Patriarchen Thomas:

El propter lalcm el lanlam dcvolioncm ipsi Ires reges maximale el 110-hilissimam oivilalem in peile Imius monlis conslnixenml el fecenml el ililis-sime consummaveninl. El ipsam civilalcm Seuvva vocavenml, ipiae adliucnunc esl maior el dilior civilas in Omnibus parlibus Imliae el Orienlis in prae-senlein diem , el in liac civilalo esl habitacio domini Indorum, ipii prosbylorlohannes vocalur, ac Tliomae, lndorum palriarcbae.

5. Die Reisebeschreibung des Johannes Witte de Hese

1389.

Der Name des Verfassers ist bisher stets nur Johannes de llesecitirt; aller wir haben keinen Grund an der Zuverlässigkeit der ber-liner Handschrift zu zweifeln, die ihn Johannes Witte de llese nennt.Seine Person ist urkundlich nicht nachgewiesen; dass er dem Nieder-rhein angehörte, wird auch dadurch bestiitigt, dass er (§ 23) Kölnzum Vergleich herbeiziehl; übrigens habe icli es für unnölhig ge-halten, über seine Person eine weitere Untersuchung anzuslellen.Denn sein Werk ist vom Anfang bis ans Ende eine Ficiion, an-inuthig geschrieben, aber kaum irgendwo eine brauchbare Quelle be-nutzend. Dass der Verfasser nie selbst im Orient war, beweis! gleichder Anfang, wo er erzählt, dass er von Jerusalem über den Jordannach Mermopolis, von da Uber das rothe Meer an den Sinai, daraufdurch die Wüste nach Damictle, und von hier aus zu Schilfe nachIndien gefahren sei. Ebenso kommt er auf der Hücklahrf von dort zuSchilfe nach Jerusalem. Audi in den Einzelheiten hat er es nur auf dasWunderbare abgesehen, und nur Quellen benutzt, die ihn nach dieserItichtung befriedigten. Gleich im Anfänge (§ 1 lg.) bei Einführungder ägyptischen Stadt Jlennopolis verräth er seine Vorlage, es ist derFiber de inläntia Mariae (cd. (). Schade, Königsberger Programm ISÖ9),vgl. das. S. 40. Der Presbyterbrief ist ferner eine dieser Quellen,dann der bericht vom Patriarchen Johannes. Er wirft allerdings Pres-byter und Patriarch nicht zusammen, aber die beziclning des Letz-teren zum Apostel Thomas wird ihm doch augenscheinlich die Ver-anlassung, Edissa herbeizuziehen, wo nach der eigentlichen Legendedie Ruhestätte des Apostels war, und dort den Palast des Priesters