De« Puiestek Johannes.
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Uebrige ist als Ballast über Bord geworfen. Nichts mehr von denKerail, von den Naiman, von dem Verhiiltniss zu Karakitai, die inihrer Combinalion bei Buysbroek noch verralhen, wie seine Darstellungaus verschiedenen Berichten zusammengesponnen ist. Alarco Poloidentilicirt einfach den Ung-Khan mit dem Priester Johannes. Hierinberührt ei' sich in überraschender Weise mit Abulfaradsch. Aber anEntlehnung ist nicht zu denken, denn die novellistischen Einzelheitenseiner Erzählung weichen ja ganz ab. Es wird zur Erklärung aus-reichen, dass bei Beiden unwillkürlich das Streben nach Vereinfachungdes Erzithlungsstolfes sich geltend gemacht hat; dieselbe Vereinfachungist ja in unsrer Sage wiederholt ganz selbstständig aufgetreten. Ineinigen Puncten nähert .Marco Polo sich scheinbar etwas mehr dergeschichtlichen Wahrheit als Ruysbroek. Indem er die Schlacht nachTunduc und Tengut verlegt, kommt man offenbar in die Region derersten Kampfe mit den Chinesen, den wirklichen Lehnsherren derMongolen, deren Joch diese abschüttelten. Auch spielte hier wirk-lich die Gewinnung einer Tochter eine Rolle; freilich eine Sehlachl,in der der Fürst fiel, kam hiebei nicht vor, und wir würden gewissirren, wollten wir meinen, dass hier genauere Kenntniss der wirklichenGeschichte einen Einfluss geübt hätte. Dann würde die Erzählungeinen ernsteren geschichtlichen Character und nicht den einer Novelleangenommen haben. Dem Bilde des Dschingiskhan verleiht sie edlereZüge, wie dies bei dem langjährigen Gastfreunde und Diener einesNachkommen desselben nahe liegt. Aber genauere geschichtliche Detail-kenntnisse verrälh Alarco Polo nicht, ja er giebt sicli einige Malebedenkliche Blossen, und seine Darstellung, die sich durchaus alseine abgeleitete erweist, hätte niemals zu Grunde gelegt werdensollen, um von ihr aus etwas Authentisches über den Priester Jo-hannes und sein Reich zu erfahren. Sie steht weit unter dem zwarfalschen aber doch ernst gemeinten Berichte Ruysbroek’s.
ln dies Land Tanduc oder Tenduc, über dessen Lage von denGeographen gestritten wird (vgl. Neumann zu Biirck’s Ueberselzung desMarco Polo S. 234, Anm.) und in seine Grenzgegenden verlegt an eineranderen Stelle Marco ausdrücklich das Reich des Priesters Johannes,liier scheint er durchaus selbstständig und bringt neue Combinationen.Es müssen dort überwiegend christliche Bewohner gewesen seinunter einem Herrscher, der ebenfalls ein Christ war. Unter seinen