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Friedrich Zarncke.
unmöglich im Stande ist, ein volles Jahrhundert (bis zum Aufkommender Mongolen: auszufallen. G. Oppert möchte freilich diesen doppeltenFehler entfernen durch eine Conjectur. Er schlagt S. 139 vor, statttempore , quo Franci ceperunt Aniiochiam zu lesen quo Graeci etc.Damit würde statt 1098 das Jahr 1142 gewonnen sein, wo der by-zantinische Kaiser Johannes Comnenus sich um Antiochien lagerte,die Garten zerstörte und die umliegenden Ländereien verwüsten liess.Der Winter zwang ihn dann abzuziehen, und im folgenden Jahre trafihn der Tod, ehe er an eine Wiederaufnahme der Belagerung denkenkonnte. Diese Vermuthung ist aber, ganz abgesehen davon, dass allellss. Franci bieten, unannehmbar, wrnil sie gegen den Zusammenhangund sicher auch gegen die eigene Auffassung lluysbroek’s ist. ImJahr 1098 war alle Veranlassung für die Muhammedaner vorhanden,sich nach Hülfe im Innern Asiens umzulluin, und die Geschichtenjenes Kreuzzuges erzählen es denn auch fast alle ausdrücklich, vgl.z. ß. Guil. Tyrius bei Bongars, Gesta Dei S. 088; aber im JahreI 142, als die Christen unter sich uneinig waren und sich bekriegten,durchaus nicht. Jene Belagerung einer christlichen Stadt durch Chri-sten wäre doch eine eigenthümliche Motivirung gewesen, fremde Hülfein Anspruch zu nehmen. Auch würde, wenn Ruysbroek gefragt wäre,wen er sich im Jahre 1141 und zu der Zeit, als der Bericht desGabulenser Bischofs das Abendland in Aufregung versetzte, über Ka-rakitai herrschend gedacht habe, nicht den den Muselmännern Hülfein Aussicht stellenden Coirchan, sondern den die Muselmänner aufsHaupt schlagenden Priester Johannes genannt haben. Ruysbroek be-trachtete chronologische Fragen eben nicht mit dem geübten Augeeines methodisch geschulten Historikers.
Welches Werk Ruysbroek unter der von ihm cilirtcn llistoriuAntiochiae verstanden hat, ist mir nicht gelungen zu conslatiren, somannigfach die Erzählungen sind, die von der Belagerung von An-tiochien berichten. Allerdings soll sich dieselbe Angabe in der Chronikdes Guilielmus Tripolitanus linden, der nach Mosheim in der Ilislor.Tartar, eccles. (1741) S. 19 Anin. g, und nach Pagi zum Baronius(Luccae 1746) XIX, 405') die Notiz hat: anno MXCVIII, quo An-
Das Citat lautet bei Mosheim und l’agi: (iuillclmus Tripolitanus in (lerardoMercatore, und danach schreibt C. Hitler in seiner Geographie von Asien 1, S. 2 92