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Friedrich Zaiincke,
hochniülhigen Schreiben') entlaßen. Erst Ende 1248 kam er wiederin Lyon an, also ein Jahr spater, als der so viel weiter gereisteJohannes de Plano Carpini. Eine Beschreibung dieser Reise hatsein Geführte Simon de Sancto Quintino (von St. Quentin)beliefert, und Vincenz hat sie, wohl ziemlich vollständig, in seinSpcculum historiale aufgenommen (s. o.). Als eigenes Werk scheintsie sich nicht erhalten zu haben * 2 ). Auf der Reise hatte sich ihmein bereits viel in Asien gewanderter Ordensbruder angeschlosscn,Andreas von Lonjumeau.
Zu dem Berichte des Simon hat höchst wahrscheinlich beachteden Schluss der Anmerk, auf S. 71) auch das oben schon mitgetheilteCap. 69 des 30. Buches von Vincenz’ Spec. historiale gehört. Absolutsicher ist es freilich nicht, da z. B. selbst noch in Cap. 87 Vincenzselbstständig erzählt: Unde frulres praedicatorcs a puptt missi ad Tartarosmm venissenl in exercilmn eornm, linmerunt ipsi Tarlari valde u. s. w.Sonst kommt der Bericht des Simon auf den Presbyter Johannesnicht wieder zurück.
Dieser Bericht, mag er nun von Simon oder von Vincentiusselber herrühren, ward die Ilauplquelle für die Darstellung vom Auf-kommen der Mongolen oder Tartaren. So schrieb Guilielmus deNangiaco in seiner bis 1300 reichenden Chronik, bei d’Achery,Spicilegium III, 2l a (2. Ausgabe) aus Vincentius ab, zum Jahre 1202:Tarlari ab Oriente surtjenies post occisionem domini sui David reyis lndittetune prinmm exierunl in popidormn deslruclionem.
Ebenso schöpft direct aus Vincentius Marino Sanudo deVenetiis (auch genannt Torsellus), der im Jahr 1306 ein Werk»Secreta fidelium crucis« begann (Mar. Sann Ins, Liber secrctorum tide-lium crucis, Hanoviae 1611; vgl. S. 21). Hierin erzählt er 111, 13Cap. 3 fg. (S. 234) die Entstehung des Tartarenreichs nach Vincenz:
V Erhalten bei Vincenz 32, 51; darin: Oportet, ut tu, papa, ipse in proprio,persona ad nos venias et ad eum, qui faciem totius terrae continet, accedasOportet, ut antequam venias nuntios praemittas et nobis significes, si venis aut nonu. s. w. Man sieht, der Ton dieser Schreiben ist durchweg derselbe hochinütbige,der von einer Gleichstellung Nichts wissen will, sondern einfach Unterwerfung fordert.
2 ) Quetif und Echard, Script, ord. Pracd. 1, 112 führen ein Citat an, wonaches so scheinen könnte, als gebe es eine Handschrift mit dem Werke des Simon;abci wahrscheinlich werden das die Auszüge im Spcculum historiale sein.