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FRIEDRICH Zarnckk,
Horden. Und in dieser Lage fasste man niclil nur den Mutli zu er-neuten Kreuzzügen, sondern man beschloss, nunmehr gerade unterden Mongolen in grossem Stile das Christenllmm zu predigen. Aller-dings die Illusionen, denen man sich noch immer hingab, erklärenManches. Die Annahme, dass unzählige Christen im Innern Asienslebten, die wiederholt aus dem Osten kommenden Berichte, dass dieMongolen dem Christenthmn geneigt seien, die sich leicht daraus er-klären, dass auf Dschingiskhan’s Anordnung hin Buddhismus, Christen-thum und Muhammedanismus in den mongolischen Staaten als gleich-berechtigt anerkannt waren und die Herrscher, um ganz sicher zugehen und sich keine etwa möglichen Vortheile entgehen zu lassen,die Ceremonien aller drei Religionsgesellschaften sich gefallen Hessen,wohl selber mit machten 1 ), endlich der Feuereifer der neugegriindelengrossen Predigerorden, dem der oben erwähnte Brief des Priors Philippaus dem Jahre 1237 Ausdruck gab, das Alles muss man Zusammen-halten, um das Ueberraschende begreiflich zu finden.
Auf dem Concil zu Lyon waren die Missionsgesandtschaflen be-schlossen worden; die beiden Orden der Dominicaner und Franziscanersollten je eine ausrüsten. Die der Franziscaner wurde dem Johannesde Plano Carpini und dem Laurentius de Porlugallia unterstellt, dieverschiedene Reiseziele wählten; die der Dominicaner dem Anselm(oder Ascelin) de Lombardia.
a. Johannes de Plano Carpini.
mo.
Der gefahrvollste Auftrag war dem Beichtiger des Papstes,dem Franziscaner-Provinzial Johannes de Plano Carpini, der sichbereits in hohen Stellungen des Ordens bewährt hatte, zugetheill,die Reise zum Khan selber. Ihn begleitete auf der ganzen Fahrt,zugleich als Dolmetscher, Benedict aus Polen, nachdem er den
') kgl. z. B., was Johannes de Plano Carpini erzählt.: Dic-ebant etiam nobisfirmiter asserendo Clmshani, qui erant de familia (Dienerschaft) eius (des Mongolen-kaisers), quod deberet jieri Chrislicmus, cuius signum erat, t/uod i2>se clericos Christi-anos tenebat et expensas eis dabat: habebat etiam semper capellam Christianorumante maius tentoriwn suum, ubi cantant derlei publice et aperte ac pulsant ad horas,ut caetcri Christiani, secundum mores Graecorum. Noch interessanter ist wasKuyshroek erzählt.