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2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
Entstehung
Seite
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Friedrich Zarncke,

wenn cs in § 59 ohne me heisst: ut in terra ista (»dieser«, nach millolaller-licheni Gehrmiche) baiulum staun slaluat. Verlangt der König David, dass derChalif Bagdad räumen solle? Man muss es annehmen, denn der Patriarchhatte ja schon vorher seinen Sitz dort gehabt. Aber der Chalif antwortet garnicht darauf. Offenbar soll dann die Ermordung des bajulus in Ivaswin § 63zu der Erwähnung des bajulus in § 59 in Beziehung stehen. Aber in wiefern ist dies der Fall?

Uebrigens ist das, was hier beiläufig erzählt wird, richtig. Die Mauernvon Jerusalem halle Goradin (d. i. Malek al Moaddhetn) im März 1219 nieder-brechen lassen : muri redacli sunt in acervos lupidum. praeter templum donnniet turrim David, Oliver, hist. Damialina bei Eccard 2, 1409, c-ap. 19. Abulfcda(von Adler; 4, 277. Wilken, Gesell, d. Kreuzz. 6, 236 fg.

Auf der Fahne der Gesandten des Königs David ist ein Kreuz. Ein ähn-liches Zeichen müssen die Mongolen wirklich geführt haben, und schwerlichbloss um die Christen zu täuschen, wie die Königin Russutana es ihnen schuldgiebl. Vgl. Rayuald, Ann. eccl. 1224 Nr. 18: Joannes porro Magister equitumlitteras misit, in quibus asserit, Tartaros sex illa Georgianorum millia primuminterfecisse, quod per speciem religionis praelalo crucis vexillo ipsos decepissenl.Caeterum, fruude detecta, u. s. w. Abel Remusal, Memoires sur Ies relalionspolitiques u. s. w. I, 402: Les hisloricns de Pologne rapporlenl nussi quä 1abataille de Walstadl les Mongols portoient un grand elendard, sur ' ' eloil

la figure de la lettre X: maximum vexillum, in quo depicta erat Graeca. lillera X.Vgl. auch § 47 diviso exercilu in quadraginla crucibus '}.

Von der Ermordung des von Dschingiskhan in Kaswin eingesetzten Oom-mandanten (wie einen solchen auch Ramadan erhalten halle) ist uns, so vielich weiss, Nichts überliefert. Aber die Belatio darf hier wohl als Ergänzungunserer Quellen gelten. Denn nur durch ein derartiges Ereigniss scheintsich die Wulh zu erklären, mit der die Mongolen die Stadl verwüsteten unddie Einwohner ermordeten, vgl. d'Ohsson I, 325.

Rückblick.

Uebersehen wir die Resultate unserer Controle, so müssen wirzugestehen, dass die Berichterstatter der Belatio im Ganzen sehr gutunterrichtet waren. Erst mit der Unterwerfung des Reiches der lvara-kitai 1218 werden die Mongolen dem Westen sichtbar; was früherliegt, ist in den Nebel der Sage gehüllt und manche richtigen An-gaben sind falsch bezogen. Aber die Besiegung von Osl-Turkeslan,der Zug des Chowarezmschah gegen Bagdad, seine plötzliche lleim-

*) Ich bin dieser Stelle in den polnischen Quellen nicht weiter nachgegangen,da an der Richtigkeit von ltemusafs Angaben nicht zu zweifeln ist, bemerke aber,dass Kopietz in seiner Dissertation de incursione per Mongolos in Silesiam facta anno1241 die beregte Stelle nicht anführl.