Der Priester Johannes.
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September 1213 bei einem Aufstande in seiner Hauptstadt, d’Ohsson I, 138,und Kulschluk wurde 1218 auf seiner Flucht von den Mongolen eingeholt undsofort gelödtet, Desguignes 3, 46.
Zu jener Vermengung der Erinnerungen an die auf China bezüglichenVorgänge mit dem Kampfe gegen Karakilai tritt nun noch die unrichtige Ver-wendung des Namens rex Persarum. Aber erklärlich ist auch diese. Im .lahre1194 war der letzte der persischen Seljuciden Thogrul-Schah durch denC ho wäre z ms c hall Tagasch vom Throne gestossen und bald darauf gestorben,und bis 1201 war fast ganz Persien, Khorassan, Erak, Mazenderan, Adher-bidjnn u. a. dem Chowarezmschnh Alaeddin Muhammed zugefallen. Nunmehrkonnte dieser als König der Perser gelten, und so bezeichnen ihn auch occi-denlalische Schriftsteller. Wenn z. B. Oliver in der Ilisloria Damiatina cap. 37(Eccard II, 1433) Anfang August 1221 erzählt: Urgebat potentia regis David,(jui Victor contra regem Persarum in finibus Persidis et Baidach potenter age-bat, so denkt er an die schleunige und unerwartete Besiegung des Chowarezm-schahs Muhammed durch die Mongolen; noch deutlicher ist dies, wenn er balddarauf den massvollen Sultan Malek al Kamel die Seinigen auffordern lässt,die ungünstige bage der Christen nicht übermülhig auszunutzen: regem Per-sarum proposuit in exemplum . qui nimis elalus animo propter multos eventusab ipsoque rege Babdonis aliisque regibus servilulis seu subiectionis iugum exe-git, quem rex David campeslri proelio devicit, Persidem abstulit u. s. w. ImBriefe des Papstes llonorius 111 wird für rex P. gesagt soldunus Persidis. Immerschwebte der mächtige Siegeslauf und dann plötzliche Fall des Chowarezm-schahs vor. Unsere llelalio aber war besser unterrichtet. Sie unterschiedden letzteren von den allen Königen von Persien und that dieser wahrschein-lich gar keine Erwähnung. Die Politiker und Gelehrten in Handelte aber,als sie die llelalio lasen, vermissten gerade diesen rex Persarum; der Namedes Chowarezmschahs war ihnen nicht geläufig, sie hielten die Besiegungdieses für ein Ereigniss zweiten Ranges, jenen Sieg über den Lehnsherrn aber,auf den die Relalio den Ilauplaccenl legte, für den auch ihnen bekannt ge-wordenen grossen Sieg der Mongolen, und so machten sie aus dem Lehns-herrn den rex Persarum, des geographischen Missverständnisses sich nicht be-wusst werdend (dazu lagen ihnen die fernen Lande zu sehr im Nebel), undnicht merkend , dass der ihnen bekannt gewordene Sieg über den rex Persa-rum in Wirklichkeit in der Relatio eben der Sieg über den Chowarezrnschah war.Spuren, dass im arabischen Original das Richtige wird gestanden haben, zei-gen sich noch in § 32 regressus esl. ad lerram, quae dicitur Chata, und inder ganz unmotivirlen Erwähnung eines soldanus Calt.ay in § 48 (in D); dennCallay ist der Name für Nord-China.
Das Land dieses Pseudo-rex-Persarum wird in § 28 noch eingehenderbesprochen. Hier ist die Begrenzung jedoch eine andere als in § 5, denn in§ 28 ist auch Transoxanien hinzugerechnel. ln dieser Beziehung widersprichthier der Bericht nicht nur § !i, sondern auch § 32, wo die Städte Bokharaund Samarkand ausdrücklich als strittig angegeben werden. Diese Ungenauig-keit der Angaben erklärt sich ebenfalls leicht. Seit Gründung des Reichesder Karakilai 1126 hatte Transoxanien zu demselben gehört. Erst 1208, als
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