De« Phieste« Johannes.
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wird ein soldanus David erwiilmt; vgl. Raynald cap. 71. Dem Papst Pius 11schob man einen Briefwechsel mit dem soldanus lohannes unter, dem abessini-schen Könige Zara Jacob wies man 1441 ohne Weiteres den Namen Constan-tinus zu. und auch der Name Thomas, den Eugenius 1439 einem Könige vonIndien beilegte, wird schwerlich viel authentischer sein. Von den beiden nichtchristlichen Namen scheint der eine türkisch, der andere mongolisch zu sein.So wird ein Anführer der Kangli Sarsig Chan als Stammverwandter der Mon-golen im Jahre 1221 erwähnt (Vambery, Bokhara S. 144), und Bildungen wieBol'ca, Buka, -boga, -bugha finden sich in den Namen der mongolischen Häupt-linge häufig, so ein Khan der Tartaren Bukha (Desguignes, übers, v. Dähnert,1, 11B), Buka-Turkman (das. 3, 61), ein Sintu Boka (Vambery S. 134. 136),Buka Boscha (das. 156), Arik Buka (das. 161 fg., als Arig-bugha bei Desg. 3,95. 148. 152. 155), ein Gesandter an Dschingiskhan Bukadai (Desg. 3, 20),Kerboga ein Feldherr der Seljuciden (Desg., Einl. 304. 2, 243 u. ö.), ein BugaTimur, Khan von Tschagalai (Desg., Einl. 345. 3, 334). Die erste Hälfte desNamens liegt ganz im Argen : B-ulga ist besser bezeugt als Bidga, welche Worteleicht eines aus dem andern verlesen werden konnten, und man könnte hieran Dschingiskhan’s Bruder Belgatai (Desg. 3, 195. 368), an den mongolischenMinister Belkatai (das. 3, 82), an den türkischen Prinzen Belgadei (das. Einl.332. 3, 1 1) sich erinnern; aber Schwierigkeiten bereitet noch das räthselhaflede, das dem sonstigen Stile der Genealogien durchaus nicht entspricht, unddas doch, zum Namen gezogen, gar keine Anknüpfungspuncle gewährt. —Die Vorfahren Dschingiskhan’s - hiessen nach Abulgasi in seiner Geschichte derMongolen (Ueberselzung von Desmaisons S. 74 fg.) in aufsleigender Linie: Yissu-jaT, Barfankhan, Kabulkhan, Tumenekhan, BaTssankurkhan, Kaidukhan, Dulu-meninekhan. Es erscheint also keiner der Namen unserer Genealogie in der Reihe.
Dass David der jüngste seiner Geschwister gewesen sei (§ 3 und 4), dasseiner seiner Brüder vor ihm regiert habe, und er dann, obwohl der Jüngste,gewählt worden sei, widerspricht der Geschichte, nach der Dschingiskhanmehrere jüngere Brüder halte und vom Anfänge an als der bestimmte Nach-folger seines Vaters galt (Desg. 3, 13). Freilich kam er sehr jung, erst drei-zehn Jahre alt, zur Herrschaft. Die Erzählung von seiner Reise zum Chan-cliana und seiner Flucht (§ 6—21) gehört in ihrer Molivirung wohl ganz derSage an. Aber eine Veranlassung zu ihr mag durch die Geschichte gegeben sein.Denn allerdings ward er in seiner Jugend einmal gefangen gehalten und ent-ging seinen Gegnern nur durch eine kühne Flucht. Davon erzählt d’Ohsson,Hist, des Mong. 1, 42 fg. Von einer Tante (nicht aber Grosstanfe) Dschingis-khan’s (§ 15 und 17) weiss die Geschichte zu erzählen. Abulfeda 4, 279Duscht Chan, qui maledicti Genkizchani patruam in matrimonio habebat; sie seiihm besonders behülflich gewesen bei der ersten Ausbreitung seiner Macht.Uebrigens ist die Zeit von der Thronbesteigung bis zu den ersten grossenKriegserfolgen viel zu kurz bemessen. Dschingiskhan (geb. 1155) kam be-reits 1167 zur Herrschaft, aber erst seit 1202 datirte die Ausbreitung seinerMacht. Durch Besiegung namentlich der Kerail und Naiman ward er dannso mächtig, dass er sich gegen die Kaiser von Nord-China auflehnen konnte.
Der Lehnsherr David’s heisst in der Belatio magnus rex Persarum, qui