Druckschrift 
2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
Entstehung
Seite
18
Einzelbild herunterladen
 

18

Fiueoiucii Zakncke,

zeitig sind, zu dem genannten Jalire (S. 66 der Luardschen Ausgabe) :Eodem anno, sicul llonorius papa Ul scripsit omnibus ecclesiis, rex Da-vid, qui vulgo dicilur presbgler Mannes, habuil con/liclum cum soldanoPersidis el, eo fugalo, per XXIV dielas oblinuil rex in Persidc easlraet civitales munitas, ita quod non distabal a famosissima civitalc Haidas,ubi est papae paganorum sedes specialis, nisi per X dielas. Populus eliainGeorgianus, in armis slrenuus, in fule catholicus, contra Sarraccnos sibivicinos (jiierram movit. Diese letztere Nachricht wird von Pelagiusgemeldet, sein, sie steht nicht in dem Briefe des Jacob v. Vitry, und

ö '

Pelagius führte, wie auch Alberich angiebt, seit 1220 im Aufträge desPapstes die Unterhandlungen mit den Georgiern, die in der Thal, injenem Jahre ihren Beistand in Aussicht stellten. Vgl. Wilken, Gesell,d. Kreuzz. 6, 297 u. Anm.; Oliver, Ilist, Damiatina hei Kccard cap. XX,S. 1416 fg.

Aber der erste Theil des Briefes beruht durchaus auf dem Briefedes Jacob v. Vitry, und wenn die Berufung auf einen Brief des Pe-lagius nicht auf einem Missverständnisse beruht (s. o.), so muss der-selbe nahezu wörtlich übereinstimmend berichtet haben mit Jacob.Statt des soldanus Alapiae cognalus soldanorum fralrnm Damasci et 11a-bilmiae wird bei Jacob v. Vitry ein Bruder der letzteren, der Sultanvon Chelat, genannt, gewiss richtiger; jene Lesart wird nur ein Schreib-fehler sein, wie auch in dem Briefe des Jacob v. Vitry bei Giles ein-mal statt Calaphiam (Chelat) geschrieben ist Alappiam. Beachtenswerthist allerdings die Correclur cognalus statt frater; denn in der Thalwar der Sultan von llaleb zwar auch ein Ejubide, aber kein Bruder,sondern nur ein Vetter der Sultane von Damascus und Aegypten.Die Zitier per viginli quatuor dielas ist ein Fehler, der aber im Briefedes Honorius muss gestanden haben, da sowohl Alberich wie dieDunstapler Annalen jene Zitier gehen; die Angabe Jacobs ducenlasdielas steht, durchaus im Verhaltniss zu den sonstigen Angaben derRelatio und der zweiten Charta, die wiederholt bei den einzelnen Lan-dern Ltingen von 10, 20 (40), 47 Tagereisen angeben.

Auffallend ist es, dass sich keine Andeutung über diese Ver-hältnisse in den Briefen des llonorius an den Kaiser Friedrich II findet,Kaum ist es glaublich, dass er ihm Nichts davon sollte mitgetheilthaben, aber die mehrfachen Schreiben, in denen er im Jahre 1221den Kaiser zum Kreuzzuge mahnt (vom 13. Juni, bei Raynald 1221