Dun Phiester Johannes.
und den MnLli der im Orient anwesenden Christen durch seine Mit-Iheilungen nutz mich Len, er wandte sich auch brieflich an die Macht-haber des Occidenls, schilderte ihnen in ausführlichen gleichlautendenBriefen die Lage des Orients und sandte ihnen Abschriften jener Ue-latio, resj). jener beiden Berichte mit, und versetzte so auch dasAbendland in Aufregung und gespannte Erwartung. Auch hierin warihm der Cardinallegat. vorangegangen, der, wie wir aus den Annalespriorafus de Dunstaplia (hsgg. von Luard, London 1806, als Theilder Rer. Brit. med. aevi scriplores, Annales monastici 111) wissen, imJahre 1220 Abschriften seiner arabischen Prophezeiung im Abend-lande verbreitet hatte 1 ).
Wir haben noch Abschriften von drei derartigen Briefen desJacob v. Vitry, zunächst an den Papst llonorius 111 (hsgg. von d’AcherySpicilegium she collectio vet. aliq. scriptorum 111, S. 500 lg.), dannan den Herzog Leopold von Oesfreich (vgl. St. Genois a. a. 0. S. I 7 .der ja zwei Jahre 1217—1210 im Orient und längere Zeit auchvor Dainietle gewesen war, endlich an die Pariser Universität (hsgg.von Ciles, lncerti scriploris narratio, London 1846, S. 40 lg.). Wirdürfen annehmen, dass Jacob es nicht bei diesen drei Briefen hatbewenden lassen, er wird auch an andere Pürsten des Abendlandesseinen Brief gerichtet haben. Auch der Cardinallegat Pelagius, mitdem Jacob in ganz gutem Vernehmen gestanden zu haben scheint,hat sich, wenn wir recht berichtet sind, an der Verbreitung beihei-ligt. Wenigstens geben die Dunstapler Annalen, die zum Jahre 1221(S. 60) eine Abschrift der Heiatio aufgenommen haben, dieselbe füreinen Brief des Pelagius aus: Eoilem anno vencrunl Imtmnodi lileraead retjem llenriciun a Pcltn/io leyalo Dainiclae. Das ist nun natürlichfalsch, denn die Relalio kann nur die Einlage eines Briefes des Pe-lagius gewesen sein, und Wilmanns irrte daher, wenn er im Archiv
') S. 62 : Eoilem anno quoddam scriptum arabicum invenlum est apud J)a-miettam, quoil Pelagius, apostolicae sedis legatus, tränstulit in Latinum, quod etHoniam misit, et hule usque ad nos perlatum est. In quo sub quadain verborumobscuritate continctur terrae lerosolymitanac destructio et, eiusdem recuperatio et l)a-mieitae captio et. tarn Aegypti quam regni Turcorum perdilio. ■— Eine Abschrift,dieser Prophezeiung hat sicli vielleicht erhalten in einer IIs. der Society of Grav’stim, wonach Uiles den Anläng hat Abdrucken lassen in »lncerti scriploris narratio«S. 77 fs. u.).