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2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
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Fiuiiniiicii Zarnckk,

hergeben musste zur Complelirung des Mildes von dem erwartetenRetter. Renn jene Hinweisung' auf die menschenlressenden Völkerdes Königs David bezieht sich offenbar auf § 17 und 18 der Inter-polation C des Presbyterbriefes: Quas [ (jentes} cum volumus ducimus.super iuimicos uoslros fl dulur eis licenliu maiestule noslru, (juod cosdcvureid. Id conlinuo uullus liominum, nullum unimulinm renuiuet , quinslulim deuorelur, u. s. w. So hielt inan sich auch in Einklang mit denberichten von den grausamen Verwüstungen und Metzeleien der Mon-golen. Auch sonst entnahm Jacob der Epislola seine Auffassungen.Die Epistoia hatte in § I I erklärt: In volo habemus visilure sepulchrumdontini cum maxinio exercilu . . . el debellure iuimicos cructs Christi.Dies Versprechen gelange jetzt zur Ausführung, meinte Jacob v. Vitry,und seine lebhafte Phantasie legte seinem König David entsprechendeausdrückliche Aeusserungen in den Mund (s. u.). Auch dass er ihnzum König von Indien machte, beruht auf der Angabe des Briefes,gewiss nicht auf den Berichten seiner Gewährsmänner, die wohl vomPriester Johannes wenig wussten.

Die verschiedenen Machthaber im heiligen Lande unterhieltendamals ihre Kundschafter im Osten, von denen sie schriftliche Be-richte empfingen, so der Graf Raymnnd von Tripolis, die Tempel-herren, u. A. Diese Berichte wurden mit Eifer gelesen, aus dem Ara-bischen übersetzt und verbreitet. Zw ; ei derselben sind uns erhalten,\on denen der eine eine vollständige Schilderung der Kriegszüge derMongolen seit der Unterwerfung von Ost-Turkeslan im Jahr 1218 biszum Ende Februars 1221 bietet. Dieser Bericht, der, wie wir vonJacob erfahren, zunächst an den Grafen von Tripolis gelangte, warfrüher nur aus einer Zeitzer Handschrift bekannt und von Eccarcl imGorp. hist. med. aevi II, S. H51 fg. als Hdulio de Davide reqe Tar-lurorum Chrisliano herausgegeben, ohne doch in seinem eigentlichenInteresse vollständig erkannt zu sein. Seitdem sind noch mehrereandere Abschriften bekannt geworden, und es kann nunmehr alsauthentisch bewiesen angesehen werden, was ich in meinem Pro-guunm Ni. V ,17. Juli 18/5) aus inneren Gründen mit Sicherheit be-haupten durfte, dass Jacob von Vitry es war, der diese Relatio über-setzen Hess und verbreitete. Es war gewissermassen sein Pendantzu dem prophetischen Buche des Pelagius.

Der rührige Prälat war nun nicht damit zufrieden, die Hoffnungen