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2 (1876) Enthaltend Capitel IV, V und VI
Entstehung
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CAPITEL IV.

Der Priester Johannes als Vorfahr des sog. König David,des Mongolen Dschiiigisklian.

I. Jacob von Yitry in Damiette.

Noch einmal sollte die Sage vom Priester Johannes in der Ge-schichte der Kreuzzüge in ganz ähnlicher Weise mächtig erregendhervortreten, wie sie es bei ihrem ersten Entstehen gethan hatte.

Das geschah zur Zeit der Kämpfe um Damiette im Jahre 1221.

Bei dieser Phase der Sage war wesentlich betheiligt der be-kannte Kreuzprediger Jacob von Vitry (f als Cardinal in Rom 1243;,der sieb im October 1216 nach Ptolemais (Accon) begab, wo erMitte December anlangte, um dort die Bischofswürde zu übernehmen,die ihm schon vor seiner Ueberiährt angetragen worden war, zumPolin lur die Verdienste, welche er sich als Kreuzprediger um dasheilige Land erworben hatte: ein hochbegabter, rastlos thätiger, leichtenlhusiasmirter Mann, der fortan lebhaft bclheiligl war an den Ge-schicken der Christen im Orient.

Indem sein reger Sinn Umschau hielt, woher wohl den Kreuz-fahrern Hülfe zu beschaffen sei, richtete sich sein Augenmerk ganzbesonders nach dem Osten. Er theilte die allgemeine Annahme vonder grossen Menge der Christen im Innern Asiens, und als Mittelpunctderselben schwebte ihm der Priester Johannes vor, dessen Bild inihm in jener typischen Gestalt lebte, wie die Sage im Occidenl. esausgcbildet hatte. Credo , sagt er, siciil in multorum relutione didici,quod fere tot sunt Chrisliuni inter Sarracenos quot sunt Surraceni, quicoli die cum lacrimis l)ci exspeclanl auxilium et pereqrinorum successum1217, Brief an Ludgardis, hsgg. von St. Genois in den Nouveaux