38. Ulrichs Ordnung vom 30. Jan. 1535.
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nisten allain den ordinarium von wegen der Ordnung der gericht-lichen proceß, der vß dem andern Buch decretalium, vnd nienderbas gelert werden mag, wölliches dann der darzu erwölet zulesenallain verpunden sein soll, bleiben lassen werden. Aber die an-dern zwen wollen wir liiemit abgeschafft haben, vnd an Ir stattzwen verordnen, deren ainer Vsus feudorum vnd der ander No-uissima Jura vnd Constitutiones graecas wie die yetzund befundenwerden, publice lesen vnd profitieren, damit den iungen angeen-den Juristen auch der weg vfgethan werde, den vrsprung vndbruch der Rechten wyter zu suchen, dann bisanher der brucligewest ist,
Zum Neündten, So lassen wir vns nit mißuallen denzehen den artickel mit anbangenden vrsacben, den Rat oder Vni-uersitet belangend, vnd wollend demnach zu diser Zeit, doch biszu veruerm Vnserm wolgefallen vnd gelegenbait, Vnd das vnserbaid gemelten Reformatores zu sölichem Rate von vcb gezogenwerden, So lang sie bey vcb sein werden, vnuerendert den blei-ben lassen,
Medica facultas.
In der Ärtzney wollen wir, daß an Doctor Rudolffen 1Statt ain sonder gelerter Artzat in sprachen, Wie nemlicb DoctorPuchs zu Onoltspach ist, oder ain anderer geuordert, vnd mitime Doctor Rudolffen siner Verscbrybung halb früntlicb vber-kommen, vnd mit ime ein vertrag vfgericht werde. Darnebenwollen wir vch nach gelegenbait Doctor Micheln 2 dem Artzatsin Stipendium zubessern beimgesetzt haben. Darneben aberlassen wir vns gefallen, das mit Lectionen diser Facultet wiebisher fürgegangen, doch das man in derselbigen der Griechischensprach souil Dioscoridem Hippocratem vnd ander beriert, nit inverge ß stelle.
Theologia.
Die Personen in der hailigen schrifft lesend, wollen wir vßvrsachen zu diser Zeit blyben lassen, doch also das zwen Doctoressyen der ain das alt Testament mit verglicbung der hebreis eben
1 Rudolf Unger s. S. 166.
2 Michael Rücker s. S. 166,