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37. Reformation tler Univ. 1534.35.
lation nicht den Herzog Fried er ich, der wirklich die alten Pri-vilegien vollends umgeworfen hat, auf dieses nützliche Zugeständ-nis aufmerksam zu machen.
Aber dem Herzog Ulrich und seiner Regierung war nichtsowohl daran gelegen diese Grundsätze und Grundrechte in neuerForm aufzustellen, als vielmehr die Universität nach seinem Sinnzu besetzen und den Unterricht zu ordnen. Um das auf wirk-same Weise vollends zu erreichen, bedarf er nicht blos einer ge-lehrten sondern auch einer kirchlichen Autorität, welche überdem Zwiespalt der theologischen Parteien in Stuttgart und Tü-bingen steht, und wendet sich widerholt an den Mann, dessenHilfe man schon früher vergebens begehrt, der aber von seinerJugend her eine freundliche Gesinnung gegen die Universitätbewahrt hatte, an Pli. Melanch thon h Inzwischen legt mandie neuen Statuten ad acta, um sich nicht etwa die Hände zubinden.
Melanch thon kommt in der zweiten Hälfte Septembersnach Tübingen, wo er als Gast des Camerarius etwa drei Wochenverweilt und die Sachen sich ansieht, um sodann beim Herzogin Nürtingen seine Rathschläge zu geben. Der Rector Leon-hard Fuchs und Sicliard waren ihm von der U. beigegehen,und am 15. Okt. versichert er von dort aus Rector und Doctoren,dass der Herzog die besten Absichten gegen die Universität hege,und dass — womit der Umschwung der theologischen Richtungeintritt — Johannes Brenz aus Hall, auch ein weiterer Ju-rist werde berufen werden.
Der Herzog geht nun rasch vorwärts und schickt am 2G.
1 Die Angaben der Tüb. Matrikeln über M. sind folgende: inscribiertist er unter dem Rectorat des Job. Sch eure r (des nachmaligen KanzlersOfterdinger) als Philippus Scliwartzerd ex Pretan am 17. Sept. 1512. Nachder Matrikel der Artisten Facultiit wird er unter die Baccalaurei aufge-nommen unter dem Decanat des Johannes Asehmann : Phil. Scliwartz-ErdBretensis 3. Dec. a, 1512, habet autem locum ante baeealaureos in pro-motione Cinerum anni eiusdem. M. hatte in Heidelberg schon IV id. Junii1511 das Baccalaureat erhalten, Camerarius vita Mel. ed. Strobel 13. Eswird ihm aber nach den Statuten der Facultiit ein halbes Jahr abgezogen.Er magistriert unter dem Dekan Johannes Kreß in die conv. Pauli 1514als der erste unter eilfen.