37. Reformation der Univ. 1534.35.
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Allerdings trifft nun aucli die 'wirksamste Hilfe ein mit denberufenen Lehrern. Am 10. Mai wird B a rtho 1 om sus Aman-tius aus Landsberg (s. Prantl Gesell. d. U. München 1, 211)Jurist, in den Rath der U. eingeführt, am 27. Wilhelm Bi-got, ein Franzose aus Laval, angestellt, ut physica d. i. Ari-stoteles praelegat 1 2 . Am 30. Juni folgen Johannes Sichardaus Bischofsheim, Jurist, und Joachim Camerarius ausBamberg, der bekannte Humanist, damals 35 Jahre alt, welchemGrynaeus Rolle zufallen sollte, sowie der Baseler Theolog PaulConstantin Phrygio ' l aus Schlettstadt, freilich mehr Pre-diger als Professor. Der letzte erklärt im Senat, haec omniaclam ab ipso facta esse, sed tarnen academise inserviturum provirili. ASen. Am 14. August tritt der bekannte Arzt und Bo-taniker Leonhard Fuchs aus Wemding ein, am 4. Dec. end-lich der erklärte Freund der Reformation Melchior VolmarRufus (Rot) aus Rotweil, Philolog und Jurist ein vielgereisterMann, der auf französischen Universitäten gelehrt hatte. Gry-naeus aber, seiner Arbeit müde, ist Ende Julius abgereist unddurch das dringendste Zureden Blarers nicht zur Rückkehr aufden unerfreulichen Posten zu vermögen.
Nachdem die neuen Lehrer sich kaum etwas eingelebt, findetman für nöthig der Universität neue Statuten zu schaffen, dadie alten in manchen Stücken sich überlebt hatten. Schon ihreSprache war den Humanisten nicht mehr erträglich. Ihre Re-daction ist ohne Zweifel Aufgabe des Camerarius gewesen.Am 12. Nov. begann die Berathung der einzelnen Artikel, undam 24. Juni 1536 ist man soweit, dass man die Frage aufwirft:quid Rectori cum statutorum publicatione faciendum sit et qua-liter res aggrediunda, quo statuta confirmentur. Placuit id ne-gotii ad Principem per dominos Commissarios referri scilicet D.Paulum Phrygionem A. Blarer et Joa. Camerarium. ASen. Insolcher Entscheidung der Frage lag schon die Anerkennung derneuen Wendung der Dinge, und desshalb versäumt selbst nocham Ende jenes Jahrhunderts, Kanzler Ai chm an n in seiner Re-
1 Er hat nicht lange ausgehalten, wie er überhaupt ein Abenteurerwar, und gieng im folgenden Jahr nach Basel.
2 Die Berufung des Herzogs an ihn ist vom 21. Januar,