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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
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37. Reformation der Univ. 1534.35.

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die Unterordnung der Körperschaft unter den Landesfürsten imGefolge haben. Diese Forderung wird nirgends ausgesprochen *,sie zieht sich aber während der ganzen Regierung Ulrichs durchalle Verhandlungen hin als die im Hintergrund stehende nochzu lösende Frage. Der Herzog wünscht oder befiehlt, die Uni-versität gibt nach aus Rücksicht auf den Willen des Herzogs.Die Entscheidung ist ihren Händen entschwunden und wird in derRegel durch eine Deputation, welche mündlich noch alle Gründegeltend zu machen hat, bei Hof und Regierung eingeholt.

Der erste Abschnitt der Handlung , welche B1 a r e r undGry nasus mit der U. zu führen haben, erstreckt sich durch dieMonate November December und Januar. Aus den obigen Auf-zeichnungen geht hervor, dass eine Einigung der Reformatorenmit der U. nicht erzielt wurde, da die Ansichten sich fere exdiametro widerstreiten, sondern dass jene, ein gütliches Abkommennicht mehr erwartend, ihre Propositionen zur Genehmigung anden Herzog brachten, bei welchem auch die Universität vergebenssich bemühte 1 2 . Der Herzog genehmigt, wie zu erwarten war, dievorgelegten Puncte, welche gleichzeitig der Universität mitgetheiltwerden und nun mit jener Autorität im Rücken zur Berathuugkommen sollen.

1535. Die Universität sucht während der ersten Wochendes Januar in Verhandlungen mit den Commissarien über dieVorlage zu retten, was noch zu retten ist, und übergiebt demHerzog auch ihrerseits durch Deputierte Artikel und Beschwerden.

1 Nur ein darauf gehender Erlass wird (bei Aichmann) erwähnt:Nach H. Ulrichs einkonimen, hat er Vniuersitati benolhen kein lectur ohnsein Vorwissen vnd willen zuuerleihen. Dessen Vniuersitas sich beschwert,alß ob solches iren priuilegiis zuwider, hab sich doch erbotten sich weisenzuelaßen.

2 A. 34 [vielleicht ungenau statt 35] hat uff A. Blareri vnd S. Gry-naji der Univ. zugestellte Articul (q ui desunt, wie auch der b e u e 1 c hvnd andere Schriften, welcher gestalt die reformationinen beuolhen worden) Vniuersitas Hertzog Ulrich ir bcdenclten vber-schickt, so sich fürneinlicli referiert vff Hertzog Eberhards Ordination dea. 1491. Aichmann Ms. hist, 145. Schon damals fehlten also die we-sentlichsten Acten; das Bedenken der U., welches A. noch sah, ist inzwi-schen verloren gegangen. Auf die Artikel der Universität nimmt die Or-dination vom 30. Januar 1535 Bezug.