34. Rcchtstag in Rottenburg 1527.
153
34.
Die Universität beschwert sich zwei Doctoren zu einemRechtstag wider die Widertäufer nach Rottenburga. N. zu senden, 1. Apr. 1527.
Wolgeborner, Edeln, Gestreng usw. E. G. und gunst syenclunser undertlienig gehorsam und willig dienst alzeyt zuvor.
E. G. und gunst schriben, das uß K. Mt. unsers gnedigstenHern beuelh wir zween Doctores uß uns, den Kaiserlichen Rech-ten gelert, gen Roten b u r g uff den R e c h t a g, so uff freytagnach Judica nechst [12. Apr.] etlicher widergetouften halbersyn würdet, das Recht sampt andern zu besitzen und zu urthailenzu verhelffen usw. haben wir alles iren inhaltz in gehorsame ver-nomen und fügen E. G. und gunst in aller underthenigkait zuverneinen: das wiewol wir all samptlich und ain yeder underuns insonderheit der gehorsame genaigt und willig wereu undpillich K. Mt. unserm gnedigsten Hern, auch E. G. und gunstS. Mt. löblich Stathalter und Regiment unsern gn. und günstigenHern in aller underthenigkait gehorsame willig gevlissen dienstzu allen zeiten ongespart leibs und gntsj bewysen und zethundt:
Aber wir achten und gedenken, das sollich rechtfertigungund recht nit bürgerlich wol pinlich syn, Eer Lib und Lebenberürend werd oder möcht, und aber sollich gericht zu besitzenund darin zn urthailen oder yemandts darzu verordnen uns gantzbeschwerlich, in ansehung das der merer thail uß uns priester,die andern zu priesterlichem stand in künftig zeit komen, daranin sollichs mercklicli hinderung gebern würde.
Zum andern ist die Universitet mit h e n d e 1 n d e s F ü r s t e n-thumbs täglich beladen, darinne wir alles unser vermögen bißhieher mit allen treuwen und willen ouch hohen vlyß gethun undfüro zethond willig, so würde das der Universitet ain merklichanhang und nachtaill gebern.
Dan über die liendel und des Hoffgerichts des fürsteu-thumbs, damit wir täglich beladen, haben das Regiment zu Ins-pruck hievor mit andern hendeln uns ouch beladen, das wiruß treffenlich Ursachen abgeschlagen und nit annemen wollen.