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Urkunden zur Geschichte der Universität Tübingen aus den Jahren 1476 bis 1550
Entstehung
Seite
122
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122 25. Satzungen fiber das Borgen an Studenten 1516.

kanffmans schätz war essen trincken niclitzit vsgenomen, vbervnd neben dem ordenlichen Tisch, gebe vber ain gülden vffborgs ainern Studenten dyser vniuersitet verwanten, vssgenomenGrauen Pryen Doctor Thumbherren vnd maister, die ämpter habenin der artisten facultet, disen mag man vff borg geben.

By pen vnd straff das sollich vssgeborgt gelt vber ain gül-den verlorn sin vnd der student nit zu bezahl schuldig sinsoll vnd darzu der sälbig lay gehen III lib. vnserm gnädigenherrn.

Es soll ouch hiewider kain trug gefar oder fundt fnrgenomendurch lihen oder burgschafft wie es genant möcht werden, dar-mit hie wider gehandelt möcht werden.

Nämlich dehain inwoner Tuwingen durch sich selbs oderandere wissenlich von sinen wegen machen birgen anniemen oderverdingen 1 soll mit aim Studenten wie ob, das sollich som geltsuff borgs geben vber ain gülden im bezalt werd, oder darumbmit fremden geriehten für nemen , by sinem des layen ayd vn-serm gnedigen herrn gethon.

Ob aber dis Studenten vater mutter pfleger oder so in denStudenten verlögteu 2 , ain doctor collegiat oder Connentor, so derStudent von sinen Eltern emphollen ist, nämlichen mit vssdruck-ten Worten erlaupten vnd haissen ain Studenten vff borg vberain guldin zegeben vnd zeborgen, sol der lay vnd inwoner zuTuwingen zu tun macht haben , doch nit vber den geliaiss derElter, wie ob, im besclienhen by pen wie nechst ob gehört ist.

Diesem voran geht folgender Eintrag:

Es sol iemand keinem studienten ain w auf feil wör oderhar nasch lychen noch sin hnssgesind lychen laussen , by ver-bot vnsers Gn. H. eins clainen freffels.

och sol iemand durch sieh selbis oder sin hussgesind kainemstudienten sin aigeu wauffen wör noch liarnassz behalten oderbehalten laussen by gebot ains clainen freffels.

ain ieder sol wissen, daß er kainem studienten der ain zuclit-maister oder sust ainen obern hat dem er beuolhen ist, nichtzitborgen sol, es sig an essen trincken oder andern köffen, dann

1 bürgen gutsagen oder versprechen. 2 welche seinen des Studenten

unterhalt bestreiten.