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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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262
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2Ö2 Par. XXIX. Cap XXIII, 24.

beim Reiten und Stehen, sondern nur im Sitzen verhüllt gelöstwerden können. Womit hat R. Gamliel wohl seinen Vortrag be-gonnen? R. Jochanan sagte: Mit Prov. 12, 18: ,,Es giebt, die mitReden herausfahren wie Schwertstiche, die Zunge der Weisen aberist Heilung. Mit Recht sollte jeder, der unbesonnen Gelübde ge-than, mit dem Schwerte erstochen werden.*) Worin besteht seineHeilung?Die Zunge der Weisen ist Heilung. Er gehe zu Weisenund sie lösen ihm sein Gelübde. Darum warnt Mose die KinderIsrael und spricht zu ihnen:Wenn jemand ein Gelübde dem Ewi-gen weihet. Vier (Männer) haben Gelübde gethan, drei (von ihnen)haben auf eine ungeziemende (unpassende) Weise verlangt und Gotthat ihnen geziemend (passend) geantwortet und einer hat ungezie-mend verlangt und Gott hat ihm ungeziemend geantwortet. Es sinddiese: Elieser, der Knecht Abrahams, Saul, Jephta und Caleb.Elieser verlangte ungeziemend, wie es heisst Gen. 24, 14:DasMädchen, zu dem ich sagen werde: Neige doch deinen Krug!Gott sprach zu ihm: Wie ist es denn aber, wenn eine Magd (Scla-vin), oder eine Heidin, oder eine Buhlerin herauskommt, wirst dusagen: Sie ist deinem Knechte Jizchak bestimmt? Allein Gott be-wirkte es und bestimmte ihm die Rebecca. Caleb verlangte un-geziemend, wie es heisst Jos. 15, 16:Und er sprach: Wer Kirjath-Sepher schlägt und erobert, dem will ich meine Tochter Achsa zumWeibe geben. Gott antwortete ihm: Wenn es aber ein Heide,oder ein Bastard, oder ein Sclave erobert, wirst du ihm deine Tochtergeben? Allein was that Gott? Er bestimmte ihm seinen Bruder(er fügte es, dass es sein Bruder war), der es eroberte, wie es heisstdas. V. 17:Und es eroberte sie Othniel ben Kenas. Saul ver-langte ungeziemend, wie es heisst 1 Sam. 17, 25:Wer ihn (Goliath)erschlägt, den will der König bereichern mit grossem Reichthumund seine Tochter will er ihm geben. Gott sprach: Wie ist esdenn aber, wenn ein Heide, oder ein Bastard, oder ein Sclave ihnerschlägt, würdest du ihm deine Tochter geben? Allein Gott be-stimmte ihm. den David (fügte es, dass es David war), und derKönig gab ihm seine Tochter Michal. Jephtach verlangte unge-ziemend, wie es heisst Jud. 11, 31:Es soll, was aus der Thüremeines Hauses herauskommt, dem Ewigen geweiht sein. Wenn einKamel, oder ein Esel, oder ein Hund herauskommt, wirst du ihnals Opfer darbringen? Allein Gott antwortete ihm nicht geziemend,sondern bestimmte ihm seine Tochter. Als er diese sah, zerriss erseine Kleider. Da hätte er sich aber sein Gelübde doch lösen lassenund zum Priester Pinchas gehen können? Allein er dachte: Ichbin König und soll zu Pinchas gehen? und Pinchas dachte wieder:Ich bin Hoherpriester und der Sohn eines Hohenpriesters und ichsoll zu diesem Ungebildeten (yiN öS") gehen? Unterdessen gingdie Arme zu Grunde und beide haben ihr Blut verschuldet; dem

! ) S. Erubin fol. 64t.