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Par. XXXV. Cap. XXVI, 3.
19, 20: „Wenn ihr wollt und gehorchet, sollt ihr das Beste desLandes geniessen, weigert ihr euch aber und widersetzt euch, sowerdet ihr vom Schwerte (i'nn) gefressen werden“ d. i. so werdetihr Johannisbrot essen. R. Acha sagte: Die Israeliten
müssen erst Johannisbrot essen, wenn sie Busse thun sollen. R. Akibasagte: Die Armuth steht Jacobs Tochter so schön, wie ein rotherRiemen am Kopfe eines weissen Pferdes.*)
„Und ihr meine Satzungen beobachtet und sie thut.“R. Chama bar R. Chanina hat gesagt: Wenn ihr das Gesetzbeobachtet, siehe, so gilt mir das soviel, als wenn ihr es ausgeübthättet (wie es heisst): „Und sie thut.“ R. Chanina bar Papi sagte:Gott sprach zu ihnen: Wenn ihr das Gesetz beobachtet, so gilt mirdas soviel, als wenn ihr es selbst gemacht hättet (wie es heisst):„Und ihr sie macht.“ R. Chija hat gelehrt: (Es ist von demjenigendie Rede, der die Thora lernt, um sie auszuüben, und nicht vondemjenigen, welcher sie lernt, um sie nicht auszuüben. Für den,welcher lernt und nicht ausübt, wäre es besser gewesen, er wärenicht erschaffen worden. R. Jochanan sagt: Wer lernt und nichtdarnach handelt, für den wäre es besser gewesen, seine Nachgeburtwäre um sein Gesicht gewickelt worden, und er wäre nicht an dieLuft der Welt herausgetreten. R. Acha sagte: Wer lernt, um darnachzu handeln, ist würdig, den heiligen Geist zu empfangen, wie es heisstJosua 1, 8: „Damit du beobachtest, nach allem zu thun, was daringeschrieben ist, denn dann wird dein Weg glücklich sein, und dannwirst du auch an Einsicht gewinnen.“ Unter b-obn ist nichts anderesals der heilige Geist zu verstehen vgl. Ps. 89, 1: „Eingebung (b-obr)Ethans, des Esrachiters.“
So gebe ich eure Regen zu ihrer Zeit. R. Jonathansagte: Drei Geschenke (Gaben) sind der Welt gegeben worden: DasGesetz, die Lichter und die Regen. Das Gesetz s. Ex. 31, 18: „Under gab dem Mose, als er sein Reden vollendet hatte;“ die Lichters. Gen. 1, 17: „Und Gott gab sie an die Veste des Himmels;“ dieRegen, wie es heisst: „So gebe ich euch eure Regen zu ihrer Zeit.“R. Asarja im Namen des R. Simeon ben Levi zählt noch den Friedenhinzu, von dem es heisst das. V. 6: „Ich schaffe Frieden im
Lande.“ R. Josua ben Nechemja zählt noch das Heil hinzu, wiees heisst Ps. 18, 36: „Und du gabst mir den Schild deines Heils.“R. Jizchak bar R. Marjon zählt noch die Reise auf dem grossenMeere hinzu, wie es heisst Jes. 43, 16: „So spricht der Ewige, derdem Meere einen Pfad giebt;“ denn wenn das nicht wäre, so würdeder Mensch sofort in dasselbe (seine Tiefe) versinken und sterben.R. Tanchuma zählt noch das israelitische Land hinzu, von dem es heisstPs. 105, 44: „Er gab ihnen die Länder der Völker.“ Die Rabbinenzählen noch die Barmherzigkeit hinzu, von der es heisst Ps. 106, 15:„Er gab ihnen Erbarmen.“ Und manche zählen noch die Rache
) Vergl. oben Par. 13 und Midr. Schir haschir. s. v. fjstt'O.