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Par. XXIX, Cap. XXIII, 24.
Täuschung sind die Menschenkinder, sie sind von Nichts zumal.“R. Chija sagte: Selbst wenn die Menschen noch Nichts im Leibeihrer Mutter sind, sind sie schon für einander bestimmt. R. Nach-man sagte: Alle Eitelkeiten und Täuschungen (Lügen), welche dieKinder unseres Vaters Abraham in dieser Welt vollbringen, vermager für alle zu sühnen. Das steht auch Jos. 14, 15: „Der grosseMensch unter den Enakitern.“ „Auf der Wagschaale steigen sieempor“ d. i. mit der Wage bewirkt er ihre Sühne, in dem Monate,dessen Gestirn die Wage ist. Welcher ist das? Der Monat Tischrid. i. es wird erlassen und gesühnt die Schuld deines Volkes. Wann?„Im siebenten Monat.“
Oder: „Im siebenten (•'»‘O'Ui-i) Monat“ d. i. in dem Monat, dermit allem gesättigt ist (swsb), in welchem das Keltern, die Seg-nungen, die Versöhnung, die Laubhütte, der Lulab und die Bach-weide stattfinden.
Oder: „Im siebenten Monat.“ R. Berachja nannte ihn denMonat des Schwures (NfiStatin NnT), weil Gott in ihm unsern VaterAbraham den Schwur gethan hat, wie es heisst Gen. 22, 16: „Ersprach: ich schwöre bei mir, spricht der Ewige.“ Wozu brauchteer zu schwören? Darauf antwortet R. Bibi bar Abba im Namendes R. Jochanan: Unser Vater Abraham stand in Gebet und Flehenvor Gott und sprach vor ihm: Herr der Welt! offenbar und bekanntist es vor dir, als du mir sagtest das. 22, 2: „Nimm doch deinenSohn, deinen einzigen, den du liebest und bringe mir ihn daselbst zumBrandopfer,“ da war in meinem Herzen, was ich dir hätte antwortenkönnen, es war in meinem Herzen, was ich hätte sagen können:Gestern (ehedem) sagtest du zu mir: „Mit Jizchak soll dein Samegenannt werden,“ und jetzt befiehlst du mir: „Bringe ihn daselbstzum Brandopfer?“ Allein wiewohl ich dir hätte diese Antwort gebenkönnen, so habe ich meinen Trieb unterdrückt (bewältigt) und dires nicht geantwortet, „gleich wie ein Tauber, der nicht hört undwie ein Stummer, der seinen Mund nicht aufthut“ (s. Ps. 38, 14).Wenn nun Jizchaks Kinder in Uebertretungen und böse Werke ver-fallen, so sei ihnen der Opferwilligkeit Jizchaks, ihres Vaters, ein-gedenk und erhebe dich dann vom Thron der Gerechtigkeit aufden Thron der Barmherzigkeit und werde mit Erbarmen über sieerfüllt und erbarme dich ihrer und wandle ihnen das Strafmass (dieEigenschaft des Rechts) in das Mass der Barmherzigkeit (die Eigen-schaft der Gerechtigkeit). Wann? „Im siebenten Monat.“
Es heisst das. V. 13: „Und Abraham hob seine Augen auf undsiehe, ein Widder hinten, verwickelt im Dickicht mit seinen Hör-nern.“ Daraus geht hervor, dass Gott unsern Vater Abraham diesenWidder gezeigt hat, wie er von dem einen Dickicht sich los-machte und in ein anderes (“)f;N) Dickicht sich verwickelte. Gottsprach zu Abraham: Ebenso werden einst deine Kinder verfangenin Sünden und in Widerwärtigkeiten verstrickt sein, am Ende aberwerden sie mit den Hörnern des Widders erlöst werden, wie es