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Par. XX. Cap. XIV, 1.
Vaters Bruder ist König, unserer Mutter Bruder ist Fürst, unserVater Hoherpriester und wir sind die Stellvertreter, wo finden wireine Frau, die für uns passt (eine uns ebenbürtige Frau). R. Me-nachma sagte im Namen des R. Josua bar Nechemja: Es heisst Ps.78, 63: „Seine Jünglinge verzehrte das Feuer.“ Warum verzehrtesie das Feuer.“ „Weil sie mit seinen Jungfrauen nicht den Reigentanzten“ d. i. weil sie dieselben nicht heiratheten. Und dannlässt es sich auch noch beweisen aus Ex. 24, 1: „Und zu Mosesprach er: Steige herauf zum Ewigen.“ Daraus geht hervor,dass Mose und Aaron vorangingen, Nadab und Abihu ihnenfolgten und alle Israeliten nach ihnen. Da sprachen sie (die Söhne):Wann werden diese beiden Alten einmal sterben, dass wir die Herr-schaft über die Gesammtheit erlangen? R. Judan im Namen desR. Ibo sagte: Sie sprachen mit ihrem Munde einer zum andern.R. Pinchas sagte: Sie haben es nur in ihrem Herzen gedacht. R.Berachja sagte zu ihnen Prov. 27, 1: „Rühme dich nicht des mor-genden Tages,“ es sind schon viele junge Maulesel gefallen undihre Felle sind über ihre Mütter ausgebreitet worden. Dann lässtes sich auch beweisen aus Ex. 24, ix: „Und an die Edlen derKinder Israels.“ Daraus schliesst R. Pinchas, dass sie sogar würdigwaren, Hand anzulegen; denn R. Josua hat gesagt: Sind dennKuchen mit ihnen vom Sinai hinaufgestiegen, dass du sagst, siehaben Gott gesehen? Allein es ist so zu verstehen: Sie haben ihreAugen geweidet an der Schechina. Das.: „Und sie schauten Gott,“wie ein Mensch, der einen anderen beim Essen und Trinken er-blickt. Nach R. Jochanan war es ein wirkliches Essen, wie es heisstProv. 16, 15: „Im Lichte des Angesichts des Königs ist Leben.“Nach R. Tanchuma geht daraus hervor, dass sie ihre Häupter ent-blössten, ihr Herz erhoben und ihre Augen an der Schechinaweideten. R. Josua von Sichnin sagte im Namen des R. Levi: Ob-wohl Mose seine Augen nicht an der Schechina geweidet hat, sohat er doch einen Genuss an ihr gehabt. Er hat seine Augen nichtan der Schechina geweidet, wie es heisst Ex. 3, 6: „Und Mose ver-barg sein Angesicht,“ er hat aber einen Genuss an der Schechinagehabt, wie es heisst das. 34, 29: „Mose wusste nicht, dass dieHaut seines Angesichts Strahlen warf.“ Als Lohn dafür, dass er seinAngesicht verbarg, hatte er das Glück s. das. 33, 11: „Dass derEwige zu Mose redete von Angesicht zu Angesicht,“ und als Lohndafür, dass er sich fürchtete, hatte er das Glück, dass die Israelitenauch Furcht hatten, sich ihm zu nahen, und als Lohn dafür, dasser schaute, war er so glücklich Num. 12, 7: „Die Gestalt desEwigen zu schauen.“ Dagegen Nadab und Abihu haben ihre Augenan der Schechina geweidet, ohne aber einen Genuss davon zu haben,weil es heisst: „Nadab und Abihu starben vor dem Ewigen.“ Sindsie denn vor (in Gegenwart des) dem Ewigen gestorben? Alleindaraus ergiebt sich, dass es vor Gott schwer ist (schwer fällt), wenndie Kinder der Gerechten bei deren Lebzeiten sterben. R. Judan