Par. XVI. Cap. XIV, 2.
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,,Das soll sein die Verordnung- für den Aussätzigen“ u. s. w. Es istgelehrt worden, dass R. Jose erzählt habe: Mir hat ein alter Mannunter den Jerusalemiten mitgetheilt, dass es vierundzwanzig Artenvon Ausschlag gebe, und es ist, wie die Weisen sagen, der Beischlaffür sie schädlich, am schädlichsten von allen aber sind die mitSchleimfluss Behafteten. Wovon kommt das? Es ist gelehrt worden,dass derjenige, welcher Ader gelassen und den Beischlaf ausgeübthat, gekrümmte Kinder bekommt. R. Jochanan hat gesagt: Nehmteuch vor den Fliegen solcher mit Schleimfluss Behafteten in Acht.R. Sera setzte sich zu solchen nicht. R. Eleasar ging nicht in ihreZelte. R. Ami und R. Asi haben ihre Eier nicht gegessen. Unddarauf ist gesagt: „Das soll sein die Verordnung“ u. s. w.
Oder: „Das soll sein die Verordnung betreffs des Aussätzigen“d. i. betreffs desjenigen, der verleumdet. In Verbindung mit Ps.34, 13: „Wer ist der, welcher das Leben liebt.“ Ein Kaufmann(Krämer) ging in den Städten umher, welche in der Nähe vonSepphoris lagen, ausrufend: Wer will Lebensbalsam kaufen? Sieschauten auf ihn. R. Janai sass gerade in seinem Speisezimmer,mit der Auslegung der Schrift beschäftigt, er hörte diesen Mannausrufen: Wer will Lebensbalsam? Da sagte er zu ihm: Kommherauf und verkaufe mir. Da antwortete ihm der Krämer: Wederdu noch deines Gleichen brauchen ihn. Da er ihn sehr belästigte(sehr bat), ging er hinauf zu ihm und zog das Psalmbuch hervorund zeigte ihm den Vers: „Wer ist der Mann, welcher das Lebenliebt?“ Was folgt darauf? V. 14: „Bewahre deine Zunge vorBösem ... V. 15: Und thue Gutes.“ R. Janai sagte: Auch Salomorief aus und sprach Prov. 21, 23: „Wer seinen Mund und seineZunge behütet, bewahrt seine Seele vor Noth.“ So oft ich diesenVers las, sagte R. Janai, habe ich nicht gewusst, wie ich ihn er-klären soll, bis endlich mir dieser Krämer den Sinn erschloss (eig.bis endlich dieser Krämer mir kund that:) „Wer ist der Mann, derWohlgefallen am Leben hat.“ Darum warnt Mose die Israelitenund befiehlt ihnen: „Das soll sein die Verordnung betreffs des Aus-sätzigen,“ nämlich die Verordnung betreffs desjenigen, der ver-leumdet (üblen Ruf verbreitet).
Oder: „Das soll sein die Verordnung betreffs des Aussätzigen“u. s. w. In Verbindung mit Hi. 20, 6: „Stieg auch bis zumHimmel seine Höhe, und rührte sein Haupt bis an die Wolken.“ wieist so viel wie am'ib, seine Höhe und Eyb soviel wie twiy'?, Ge-wölk. Das. V. 7: „Wie sein Koth vergeht er auf ewig.“ Wie dieseExcremente schmutzig sind, so ist auch er schmutzig. „Die ihn ge-sehen, sprechen: wo ist er?“ d. i. die ihn gesehen, erkennen ihnnicht mehr, wie es bei Hiobs Freunden der Fall war s. Hi. 2, 12:„Als sie ihre Augen erhoben von Ferne, erkannten sie ihn nicht.“
R. Jochanan und R. Simeon ben Lakisch. R. Jochanan sagte:Man darf nicht an der Morgenseite eines Aussätzigen vier Ellenweit entfernt gehen; R. Simeon sagte: Selbst nicht hundert Ellen,