Par. XI. Cap. IX, i.
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vier Verse gelesen hatte“ u. s. w. und als sie an den fünften Verskamen Threni i, 5: „Ihre Widersacher sind obenauf,“ „da zerschnitter sie sofort mit dem Schreibermesser und warf sie ins Feuer inder Kohlenpfanne“ (s. Jerem. 36, 23). Als sie das sahen, fingen siean ■>vi, ’n Wehe, Wehe! zu schreien, wie es heisst: Wehe
war in den Tagen Jehojachims.“ Es heisst ferner Esth. 1, 1: „Undes war in den Tagen Achaschverosch.“ Was gab es da für eineNoth? Es war verhängt worden die Juden zu vertilgen, zu er-würgen und zu vernichten. Gleich einem Könige, welcher einenWeinberg hatte. Es machten sich drei Feinde über ihn her, dereine begann die Beeren abzureissen, der andere begann die Trauben-kämme abzuschneiden, der dritte entwurzelte die Weinstöcke. Pharaofing an, die Beeren abzureissen, wie es heisst Ex. 1, 22: „Jeder neu-geborne Sohn soll ins Wasser geworfen werden;“ Nebucadnezar be-gann die Traubenkämme abzuschneiden, wie es heisst 2. Reg. 24,16:„Und die Zimmerleute und die Schlosser Tausend.“ R. Berachjaim Namen des R. Jehuda und die Rabbinen sind darüber verschie-dener Meinung. R. Berachja im Namen des R. Jehuda sagte:Die Zimmerleute waren Tausend und die Schlosser waren Tausend.Die Rabbinen dagegen sagen: Beide zusammen waren Tausend.R. Jehuda bar R. Simon sagte: Es sind darunter die Gelehrten zuverstehen; R. Samuel bar R. Jizchak dagegen sagte: Es sind dar-unter die Rathsherren gemeint; die Rabbinen endlich sagen: Es sinddie Rathgeber gemeint. Der ruchlose Haman endlich fing an, dieWeinstöcke zu entwurzeln und er wollte das Ei Israels ausmerzen,er wollte es mit dem ganzen Neste zerfliessen machen. So heisstes Esth. 3, 13: „Um die Juden zu vertilgen, zu erwürgen und zuvernichten.“ Als alle sahen, dass Achaschverosch verkaufte undIiaman kaufte, fingen alle an ’n, ■'n Wehe, Wehe! zu schreien,wie es heisst: „■'irn Wehe war in den Tagen des Achaschverosch.“Es heisst endlich Ruth 1, 1: „Es war in den Tagen, wo man dieRichter richtete.“ Was gab es denn da für eine Noth? „Es warHungersnoth im Lande.“ Gleich einem Lande, welches dem KönigSteuerreste (lomäg) schuldig war und es sandte der König einenSteuereinnehmer ab, um sie einzutreiben. Was machten die Bewohner?Sie erhoben sich, hängten ihn und brandschatzten ihn. Dannsprachen sie: Wehe, wenn es der König merken (in Erfahrungbringen) wird. Was der Bote des Königs uns thun wollte, dashaben wir ihm gethan. So war es auch zur Zeit der Richter. So-wie ein Israelit etwas that, was sich nicht geziemte, führten sie ihnzum Richter, sowie aber der Richter Strafe über ihn verhängenwollte, vollzog er die Strafe an dem Richter. Da sprach Gott zuihnen: Ihr verachtet eure Richter, siehe, ich bringe über euch etwas,worin ihr nicht werdet bestehen können. Und was war das?Hungersnoth, wie es heisst: „■'rm Wehe, Hunger war im Lande!“Simeon bar Abba sagte im Namen des R. Jochanan: Ueberall,wo es heisst: ■’JTI, da trat Noth und Freude ein, war Noth, so war