Par. X. Cap. VIII, 3.
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kommen)? Allein es war das einer von den Oertern, wo das
Wenige viel fasste. So heisst es auch in Bezug auf die Schöpfungs-geschichte Gen. 1, 9: „Die Gewässer unter dem Himmel sollen sichan einem Orte sammeln.“ Gewöhnlich leert der Mensch ein vollesGefäss in ein leeres aus, oder vielleicht etwa ein volles in einvolles? Die ganze Welt ist mit Wasser gefüllt (eig. Wasser inWasser) und du sagst: Die Wasser sollen sich an einem Orte ver-sammeln? Allein es war das einer von den Oertern, wo das
Wenige viel fasste. So heisst es Ex. 9, 8: „Nehmt euch eure Fäustevoll Ofenruss.“ Nicht gleicht der, sagte R. Huna, welcher dieManipulation der flö’Sn vollzieht, demjenigen, der die dervollzieht, denn jener muss es zweimal, dieser muss es viermal thun.Seine Fäuste fassten acht volle Hände (■p 5 £ 73 lp). Wir finden, dassdie eine Faust des Mose soviel wie acht volle Hände fasste.Allein daraus geht hervor, dass Gott darreichte, Aaron es mitseiner Faust nahm und Mose es streute. Und du sagst das. V. 10:„Mose streute ihn gen Himmel auf einmal.“ Allein das ist auch
einer von den Oertern, von wo das Wenige viel gefasst hat. So
auch Ex. 27, 9: „Die Länge des Vorhofes soll hundert Ellen langund die Breite fünfzig Ellen sein.“ R. Jose bar Chalaphtha sagte:Die Länge des Vorhofes betrug nur hundert Ellen und alle Israelitensollten in seiner Mitte stehen? Allein das war auch einer von denOertern, wo das Wenige viel fasste. Es heisst Num. 20, 10: „Undes versammelte Mose und Aaron die Gemeinde vor dem Felsen.“R. Chanin sagte: Der Boden war wie eine Art Sieb und alleIsraeliten sollten darauf stehen können? Allein das war auch einervon den Oertern, wo das Wenige viel fasste. Es heisst Jos. 3, 9:„Josua sprach zu den Kindern Israels: Tretet herzu!“ R. Hunasagte: Er stellte sie zwischen den beiden Stangen der Bundesladeauf. R. Chama bar Chanina sagte: Er stellte sie zwischen diebeiden Stangen der Bundeslade. Rabba sagte: Er drängte (presste)sie zwischen die beiden Stangen der Bundeslade, wie es heisst das.V. 10: „Josua sprach: Daran sollt ihr erkennen, dass ein lebendigerGott in eurer Mitte ist.“ Er sprach nämlich zu ihnen: Daraus, dasseuch der Raum zwischen den beiden Stangen der Bundeslade gefassthat, erkenne ich, dass seine Schechina unter euch ist. Auch im Tempelhat es sich so verhalten, denn es ist gelehrt worden: Die Leute standenaufrecht und bückten sich bequem. (Wie ist das möglich?) R. Sa-muel bar lbo im Namen des R. Acha sagte: Zwischen jedem Ein-zelnen musste doch ein Zwischenraum von vier Ellen nach jederSeite hin sein, damit nicht einer von ihnen das hörte, was derandere betete. Und so wird es auch einst wieder sein, wie Jerem..3, 17 sagt: „In jener Zeit wird man Jerusalem den Thron Gottesnennen und alle Völker werden sich zu ihr versammeln.“ R. Jo-chanan ging zur Begrüssung des R. Chanina hinauf und fand ihnbeschäftigt mit jenem Verse: „In jener Zeit wird man Jerusalem•den Thron Gottes nennen und alle Völker werden sich zu ihr ver-