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Par. IX. Cap. VII, 12.
sagte im Namen des R. Benjamin bar Levi: In dieser Welt wehtzur Zeit, wenn der Südwind weht, nicht der Nordwind und so auchumgekehrt, wenn der Nordwind weht, weht nicht der Südwind, alleineinst wird Gott den Agrestes (aygeort] g, ein reissender, schnellerWind) in die Welt bringen, in welchem beide Winde wehen (ihreFunktionen verrichten) werden. Das steht auch geschrieben Jes. 43, 6:
„Ich spreche zur Mitternacht: Gieb her! und zum Mittag: Wehre >
nicht! Bringe her meine Söhne von der Ferne und meine Töchtervon der Erde Ende.“ R. Jochanan sagt: Hier will dir die Thoraeine Lebensregel lehren, nämlich, dass der Bräutigam nur mit Er-laubnis der Braut ins Brautgemach gehen darf vergl. Cant. 4, 16:
„Mein Freund komme in seinen Garten und esse seine köstlicheFrucht.“ Darauf folgt C. 5, 1: „Ich komme in meinen Garten,
meine Schwester, Braut!“ R. Pinchas, R. Levi und R. Jochanansagten im Namen des R. Menachem von Galiläa: Einst werdenalle Opfer in Wegfall kommen (aufhören), nur das Dankkopferwird nicht aufhören; alle Gebete werden aufhören, das Dankgebetaber wird nicht aufhören. So heisst es Jerem. 33, 11: „Stimmeder Wonne, Stimme der Freude, Stimme des Bräutigams, Stimmeder Braut, die Stimme derer, die da sprechen, danket dem Ewigen,Zebaoth“ d. i. das Dankgebet; „und die da bringen Dank imHause des Ewigen“ d. i. das Dankopfer. Und so sagt auchDavid Ps. 56, 13: „Mir liegen ob, Gott, deine Gelübde, ich bezahledir Dankopfer.“ Es heisst: nicht ünn, sondern: mm (das Wortsteht nicht im Sing., sondern im Plur.) d. i. das Dankgebet unddas Dankopfer. R. Acha sagte: Gleich einem Machthaber,
welcher in ein Land einzog und mit ihm viele Räuberschaaren.
Da sprach einer zum andern: Wie furchtbar ist dieser Macht-haber. Wenn du dich gut aufführst, brauchst du dich nichtvor ihm zu fürchten. Ebenso geriethen die Israeliten in Furcht,als sie den - Abschnitt hörten, welcher von den Opfern handelte.
Da sprach Mose zu ihnen: Fürchtet euch nicht, wenn ihr euch mitdem Gesetze beschäftigt, so braucht ihr euch vor allen diesen (Vor-schriften) nicht zu fürchten. Das steht auch geschrieben: „Dies istdie Verordnung, das Brandopfer, das Speisopfer betreffend.“ Warumwerden die Friedensopfer zuletzt genannt? Weil in ihm viele Artenenthalten sind. R. Simon sagte: Weil gewöhnlich der Garonbreiblos als Nachtisch vorkommt. Warum? Weil er aus vielerlei Dingenzubereitet ist. So verhält es sich auch mit den Friedensopfern,warum werden sie zuletzt aufgeführt? Weil vielerlei Arten darinsind: Blut und Emurim (Fettstücke) für den Altar, Brust undSchenkel für die Priester, Fell und Fleisch für den Opfernden. R.
Simeon sagte: Der, welcher im Glück ist, bringt Friedensopfer, derTrauernde aber bringt keine Friedensopfer. R. Simeon ben Jochaisagte: Gross ist der Friede, denn er befasst alle Segnungen insich s. Ps. 29, n: „Der Ewige verleiht Sieg seinem Volke, derEwige segnet sein Volk mit Frieden.“ Chiskia sagte zweierlei, zu-