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Par. IV. Cap. IV, i.
keit, da ist Frevel d. i. an dem Orte, wo ich Bileams Fluch inSegen verwandelt s. Deut. 23, 5: „Und der Ewige verwandelte dirden Fluch in Segen,“ da ist Frevel s. Num. 25, 1: „Und es wohnteIsrael in Schittim.“ R. Levi und R. Jizchak haben gesagt: ZweiDinge befinden sich in der rechten (Hand) und zwei in der HandGottes. Die zwei Dinge in der rechten Hand sind: die Thora unddie Gerechtigkeit, die Thora s. Deut. 33, 2: „Aus seiner Rechtenkommt Feuer,“ die Gerechtigkeit s. Ps. 48, 11: „Von Gerechtigkeitvoll ist deine Rechte,“ und die zwei Dinge in der Hand Gottes sinddie Seele und das Recht (ü 3 -,axn), die Seele s. Hi. 12, 10: „In seinerHand ist die Seele alles Lebenden,“ und das Recht s. Deut. 32, 41:„Es greift zum Recht meine Hand.“ Folglich befindet sich dieSeele am Orte des Rechts, aber die Seele tritt heraus aus dem Ortdes Rechts und sündigt. R. Jizchak sagte: Gott spricht zur Seele:Ich habe auf dich geschrieben das. 12, 23: „Sei stark, dass du keinBlut issest,“ und du verlassest deinen Platz und sündigst.
Oder: „So eine Seele sündigt aus Versehen.“ In Verbindungmit Koh. 6, 4: „Alle Mühe des Menschen ist für seinen Mund.“R. Samuel bar Ami sagte: Alles, was der Mensch an religiösen
Pflichten und guten Werken hier auf Erden schafft, wiegt das Athmennicht auf, was aus seinem Munde geht. Das.: „Und doch wird dieSeele nicht voll.“ R. Berachja und R. Kerizpa (Chrysippos) imNamen des R. Jochanan sagten: Die Seele geht so schwer aus demKörper, wie ein knotiger Strick durch ein kleines Loch gezogenwird. R. Chanina sagte: Es geschieht so, wie das Durchziehen desSchiffstaues ( anelQa ) durch die Höhlung des Mastbaums.*) R. Sa-muel sagte: Wie ein feuchter, verdrehter Dorn aus dem Schlunde.R. Samuel bar Jizchak erklärte jenen Vers so: Alles was der Menschan religiösen Pflichten und guten Werken wirkt, kommt nur seinemMunde zu statten, nicht aber dem Munde seines Sohns oder seiner-Tochter. Die Rabbinen sagen: Alle Mühe ist für seinen Mund (dieErwähnung seines Namens), aber nicht für den üblen Geruch (üblenNamen); denn die Seele weiss, dass alle Mühe nur ihretwegengeschah, darum ist sie auch immer so eifrig (begierig) nach reli-giösen Pflichten und guten Werken. R. Levi sagte: Gleich einemStädter, welcher eine Königstochter zur Frau hatte, obgleich er ihralle möglichen Genüsse der Welt bietet, so glaubt er doch nochnicht genug gethan zu haben. Warum ? Weil sie eine Königs-tochter ist. So auch der Mensch, was er nur immer für seineSeele thut, so glaubt er doch nicht genug gethan zu haben. Warum?Weil sie von oben stammt. Drei sind unzufrieden (undankbar):die Erde, das Weib und die Seele, die Erde s. Prov. 30, 16: „DieErde wird nicht satt des Wassers;“ das Weib s. das. 30, 20: „Sieisst und wischt sich den Mund und spricht: ich habe kein Unrechtgethan;“ die Seele s. Koh. 6, 7: „Und doch wird die Seele nicht
*) Vergl. Levij Neuhebr. WWB. s. v.