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Geschichte der Juden.
Saba bei dem Transport nach Arzilla zweierlei Gruppen. Er und seine Ge-nossen (nach der ersten Quelle Lcrma und Alfual) seien daselbst unbclästigtgeblieben, während die andere Gruppe, welche der König später nach der Ucbcr-fahrt Saba's ebenfalls dahin transportiren gelassen hat, als Sklaven und mitMarterqualcn behandelt worden wären, um die Rcligionsgesetze zu übertreten.Ohne Gewicht auf die Differenz zu legen, daß nach Abraham Ben Salomonur drei ungefährdet nach Arzilla und von da nach Fez gekommen wären,während Kapsali vier zählt, differiren sic doch in einem wesentlichen Umstande.Nach dem Letzteren wären die vier glücklich Entkommenen dieselben gewesen,welche mit Simon Maimi und noch zwei Anderen lebendig cingemauert gewesen,aber ani Leben geblieben wären. Von dieser Einmaucrung erwähnen diebeiden anderen Quellen nichts und noch weniger, daß cs Saba und seineLcidcnsgenossen betroffen hätte. Diese hätten nur bis zur Befreiung im Kerkerzugcbracht.
Man kann diese Jncongrucnz überwinden, wenn man davon ausgeht, daßnach den Zwangstaufcn der meisten Juden in Portugal zwei Gruppen zurück-geblieben waren, welche allen Martern zum Trotz, standhaft geblieben waren:cincrscis Lerma, Saba und Alfual, welche im Kerker geschmachtet hatten, undandererseits der Kreis, welcher zu Simon Maimi gehörte und noch grausamerbehandelt wurde. Die Erstercn haben die Erlaubniß zur Abreise erhalten,sind, gleichviel ob wunderbar oder natürlich, in Arzilla gelandet, sind unbclästigtgeblieben und konnten Fez erreichen. Die andere Gruppe dagegen ist (nachKapsali) noch länger in Portugal znrückgchaltcn worden, wurde noch mehrgepeinigt und sogar cingemauert, wobei Simon Maimi und zwei Andere nm'sLeben gekommen. Die vier am Leben Gebliebenen sind später ebenfalls nachArzilla transportirt, dort aber unmenschlich behandelt worden und haben denTod erlitten. Kapsali hat irrthümlich diese vier der zweiten Gruppe mit dendrei der ersten Gruppe verwechselt und von ihnen ausgesagt, sic wärenwunderbar und ungcsährdet an der afrikanischen Küste gelandet. Berichtigtman diesen Jrrthum, dann stimmen die Quellen. Die Notiz in den Nisosl-Isrrneos äo daß der König befohlen habe, sieben oder acht Halsstarrige
nach Afrika zu transportiren (das bedeutet lugurss äalsm) bezieht sich nichtauf Maimi's Leidensgcnoffcn.
Diese wurden von den Höflingen als halsstarrige Fühllose, als Kaffe ren(Oukres eontumasses) bezeichnet, weil sic weder durch die Tortur, noch durchdas lebendige Bcgrabcnwcrdcn zu bewegen waren, das Christcnthum zu bekennen,und den Märtyrcrtod hcrausgefordert haben. Auf Saba und seine Genossenpaßt die Bezeichnung nicht, weil dieser und seine Genossen weder gemartert,noch zu schwerer Arbeit angehaltcn wurden, sondern, wie aus Saba's Wortenhcrvorgeht, die Erlaubniß erhalten hatten, frei auszuwandern. Wenn derportugiesische Bericht von sieben oder acht Transportirten, während Kapsalinur von vier spricht, und Saba damit übcreinstimmt, so war der Referentbezüglich der Zahl nicht genau unterrichtet.
Auffallend ist cs indcß, daß, wie aus Saba's Relation hervorgeht, der KönigManoel diesem und seinen Genossen nach Maimi's Tod freien Abzug gestattethaben soll, während er Maimi's Genossen noch immer zurückbehielt. Noch auf-fallender ist es, daß Manoel nur Maimi und sechs Genossen grausam behandelnund gewaltsam taufen ließ, während Saba und seine Genossen davon un-behelligt blieben und nur im Kerker zugcbracht haben. Diese auffallendeErscheinung führt auf ein eigenes Resultat. Simon Maimi war, wie schon