Note 13.
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Aus einem Passus in diesem Sendschreiben des David Jbn-Jachja gehtallerdings mit Entschiedenheit hervor, daß die portugiesischen Juden denunglücklichen spanischen auf jede mögliche Weise bcigestandcn, d. h. die Armenund Schwachen unterstützt haben. Aber cs ist nicht angegeben, daß sic sichauch für sic beim König Don Joi>o verwendet hätten, sie in Portugal ansiedclnzu lassen. Eine dunkle Stelle läßt gerade auf das Gegenthcil rathen: Diejüdisch-spanischen Großen kamen mit dem Könige zu sprechen, „daß er sie inPortugal aufnehmcn sollte, und sic stellen ihnen Bedingungen (wer, wem?),die man nicht erwähnen, geschweige denn nicderschrciben darf". Esscheint, daß David Jbn-Jachja nicht ganz zu billigende Schritte der portu-giesischen Gemeinden verschweigen wollte. Halten wir das Moment fest, daßdie spanischen Verbannten vollständige Aufnahme in Portugal, d. h. dasJndigenat, gewünscht, und daß es ihnen abgeschlagen wurde, so werden wirden Bericht im Lolialsolislet aufrecht halten können.
Denn derselbe gicbt ebenfalls an, die portugiesischen Juden hätten dieUnglücklichen unterstützt, allein sie hätten sich bemüht, dieselben nicht zuzulassen,weil Portugal zu klein sei, um so viele Juden zu fassen. Dadurch wären diespanischen Emigranten gezwungen gewesen, sich von dem Könige von Portugalfür Geld die Erlaubniß zum Durchzuge und zum kurzen Aufenthalte im Landezu verschaffen. Aus den einzelnen Worten des Berichtes geht zwar, wie ichgestehen muß, diese Interpretation nicht hervor, aber aus der Gcsammt-haltung- Der Bericht lautet: 2112 v°,e> 122 122 °!iii2>2-> im 22°!°! 1122, p°!22 '2 pi,
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.121 2'2 p 2212
Aus der Luft gegriffen ist dieses Referat von der nicht sehr brüderlichenGesinnung der portugiesischen Juden gegen die spanischen nicht; es war eineFamilicntradition der Jachjidcn und knüpfte sich an die Auswanderung desJoseph Jbn-Jachja. Noch weniger ist es psychologisch unrichtig. Gicbt es nichtzu jeder Zeit praktisch-kluge Menschen, die aus Egoismus, oder sagen wir ausSelbsterhaltungstrieb die Bruderliebe und das Mitleid gegen Unglückliche hinten-ansctzen? Ich halte also diesen Zug für historisch und bemerke noch einmal,daß der Bericht des David Jbn-Jachja damit keineswegs im Widerspruch steht.
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