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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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und Absolvirten an sechs Freitagen geführt wurden, wo für sic Messe gelesenund gepredigt wurde.

Am 2. April 1486 wurden die Reuigen aus anderen sechs Kirchspielen,fast 900 Personen, auf ähnliche Weise in eine Kirche geführt, mit demselbenCcrcmonicll, und wurden zur selben Buße vcrnrthcilt. Hier ist nur hinzugefügt,daß sie lebenslänglich nicht auf Pferden reiten und nicht Waffentragen dürften. Für dieselben wiederholte sich ebenfalls die Pönitenz derProcession an den Freitagen, nur daß ihnen ein Tag geschenkt wurde.

Am 15. Mai desselben Jahres wurde eine Aufforderung an die Marranenim Erzdckanat von Toledo erlassen, sich ebenfalls zur Reue und Buße ein-finden mit der Bedrohung, bei der Abscntirung nach 30 Tagen der Todesstrafegewärtig zu sein. Die sich ans dem Staube gemacht hatten, wurden aufgcrufcn,sich zu stellen, darunter drei Mönche von St. Gcronimo (Franciskaner)und gewisse Geistliche (tres Ilb-nzäss cts sau Osroniino s ä. serbosst ori^os).

Dann wurden die Marranen im Erzdckanat von Madrid und Guadalajaraauf dieselbe Weise zur Stellung ausgefordcrt.

Am II. Juni 1486 wurden die Reuigen von vier Parochien in Processiongeführt, säst 750 Personen mit derselben Dcmüthigung.

Am 10. August 1486 verbrannten sie 25 Personen, zwanzig Männerund fünf Frauen, unter diesen Doktor Alonso Cota aus Toledo, einMunicipalbeamter (RsAickor), ein Königlicher Anwalt (bllsonl), einComthur des Ordens von San Jago (oornsnänäor äs In boräsn äs8anjago) und andere Personen von Stande. Sie schleppten sie zu Fußmit spitzer Mütze auf dem Kopfe, die Hände mit Stricken an den Hals gebunden,gekleidet in Sanbcnitos von gelber Leinwand, auf welchen der Name des Vcr-urtheilten undder verdammte Ketzer" geschrieben war, auf den Platz, woeine Tribüne mit Stufen stand (oben 476), gegenüber eine andere Tribüne, aufwelcher die Inquisitoren und Notare sich besanden. Dann wurde Jedem laut seinProccß vorgelcsen, in welchen Punkten sie jndaisirt hätten, und zum Schlußwurden sic der Gerechtigkeit des weltlichen Armes übergeben. Von dawurden sic aufs Feld gebracht, wo man sic verbrannte, und nicht ein Gebeinblieb übrig, um Asche daraus zu machen (qus Aueso äsllos no <ineäö porqnsmnr s tnrsr senma).

Am 17. August I486 zogen sic zwei Geistliche zum Verbrennen. Dereine, Baccalaurcus dcr Mcdicin und Kaplan an der Capelle der Könige,in welcher er täglich zu cclcbrircn Pflegte, und der andere ein Pfarrer (eura)dcr Kirche Sanct Martin von Talavera. Zuerst wurden ihnen diegeistlichen Gewänder angezogcn, als wenn sie Messe lesen sollten. Dann wurdeihnen ihr Vergehen vorgelcsen, daß sie ganz und gar das Gesetz Mosisbeobachtet hätten, dann dcr geistlichen Gewänder entkleidet bis auf dasUntcrgcwand, und endlich dem weltlichen Arme übergeben und auf dem Feldeverbrannt.

Am 15. Oet ober 1486 wurde ein Akt in der großen Kirche begangen.Nach dcr Predigt wurden die Namen gewisser Personen verlesen, welche alsKetzer gestorben waren, obwohl sic als Christen gegolten hatten. Es wurdebefohlen, daß alle Diejenigen, welche Güter von diesen geerbt hatten, vor denInquisitoren erscheinen und Rechenschaft über die Güter ablegen sollten, da sienicht erben dürften und ihre Güter dem König gehörten. Mit schweren Strafenund Ccnsurcn wurden die Erben bedroht. Auch wurden die Namen gewisser