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Geschichte der Juden.
Personen verlesen, welche entflohen waren. Wenn sie sich nicht innerhalb einergewissen Zeit einfändcn, würden sie als Ketzer verurthcilt werden.
Am 10. Dccembcr 1486 wurden in Procession geführt alle Reuigen desErzdekanats Toledo, 900 Personen, ganz ebenso, wie bei den früheren Pro-ccssionen. Der Anonymus fügt dabei hinzu, daß trotz der grimmigen Kältemitten im Winter die Inquisitoren sie ohne Fußbekleidung auf Stein-platten stehen ließen. Sic mußten schwören, daß sie nicht blos selbst nichtjudaisiren würden, sondern auch, daß sie alle Diejenigen vcrrathcn würden, vonderen Judaisiren sic Kunde haben sollten.
Tags darauf zogen in Procession (hier fehlt die Zahl, es müssen abermehr als 200 gewesen sein) die Reuigen aus demselben Sprengel. Diesenwurde eine noch strengere Pönitcnz aufgelegt. Sie sollten an sieben Freitagensich zur Procession cinfinden und außerdem an gewissen Festen und an allenProccssioncn sich bctheiligcn, welche in ihrem Gebiete begangen würden. Zwei-hundert von diesen wurde befohlen, ein ganzes Jahr im Sanbcnito-Gewand aus-zugehen, und ihnen gedroht, bei Ucbertretung als lislapsi bestraft zu werden.
Am 15. Januar 1487 zogen aus dem Erzdckanat Alcaraz 700, Männerund Frauen, in Procession, denen dieselben Dcmüthigungen und Büßungenaufgelegt wurden.
Am 10. März 1487 wurden fast 1200 aus den Erzdekanaten TalaVera,Madrid und Gudalajara in Procession geführt mit denselben Büßungen.Einige derselben mußten lebenslänglich das Büßerkleid Sanbcnito tragen.
Am 7. Mai 1487 ein Scheiterhaufen-Mus mit 23 Personen, 14 Männerund S Frauen, darunter ein Kanonikus aus Toledo, ein messclcsendcrGeistlicher, der abscheulicher Ketzereien angeklagt war. An seinem Schlaf-Hemde hatte er gerade an der Stelle des Podex zum Hohne ein Kreuz angebracht.Unter der Folter gestand er ein, beim Celcbriren des Abendmahles statt dervorgeschricbencn Formel ein Schmähwort gesprochen zu haben: 8us, xsrl-guoto, <qus os inira 1a. Asute.
Am 8. Mai wurden die Bilder der flüchtig gewordenen und verurtheiltcnMarrancn und die Gebeine der Verstorbenen öffentlich verbrannt.
Am 25. Juli 1488 ein Scheiterhaufen mit 37 Personen, 20 Männerund 17 Frauen.
Am 26. Juli 1488 ein Auto-da-Fo, bei welchem die Gebeine von mehrals 100 verurtheiltcn Marrancn verbrannt und alle ihre Habe confiscirt wurde.Alle ihre Kinder, Enkel und Descendcnten männlicher Linie wurdenfür unfähig erklärt, ein Amt zu bekleiden oder ein Benefiz zuerlangen, durften auch nicht Waffen tragen, nicht auf Pferden reiten undnicht Schmuck tragen, ganz so wie die Absolvirtcn (rseoiioiliaäos).
An, 27. Juli 1488 wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt ein pfründe-innehabcndcr Geistlicher (dlsriAo raoicmero) aus Toledo und zweiMönchcvom Orden der Hicronymiten. Und aus demselben Kloster wurden vorher ver-brannt drei Mönche und mehrere Personen, welche Priorcn gewesenund eine hohe Stellung in genanntem Orden inne hatten.
Am 24. Mai 1490 wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt 18 Männerund 3 Frauen, unter diesen Fernando Garval, in dcsscm Hause ein Kreuzim Gebälk zum Vorschein gekommen war. An demselben Tage wurden5 Männer und 6 Frauen zu ewigem Kerker verurthcilt.
Am 25. Mai 1490 wurden mehr als 400 verstorbene Männer und Frauenals Ketzer verurthcilt. An demselben Tage verbrannten sic auf öffentlichen