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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Note 12.

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und angesehener Neuchristen Anfangs in so fern gelungen ist, als der InquisitorArbucs umgebracht wurde. Aber nicht bekannt ist, daß auch in Toledo eineVerschwörung angezcttclt wurde, die ebenfalls mißlungen ist. Der Anonymusin Quelle 1 erzählt von der Ankunft der Inquisitoren in Toledo und von derfeierlichen Eröffnung, wie alle in der Kirche Versammelten in Eid genommenwurden, die Inquisition zu unterstützen und die judaisirendcn Ncuchristcn zuvcrrathcn, und wie Alle mit Exkommunikation bedroht wurden, welche mitWort, Rath oder That gegen die Inquisition handeln würden. Ferner erzählter, wie 40 Tage Gnadenfrist gewährt wurden für Diejenigen, welche sich selbstals judaisircnde Ilelaxsl angcbcn und um Absolution flehen würden. Dannfährt der Anonymus fort: Es vergingen wohl 14 Tage, ohne daß sich einergemeldet hätte, weil die Getauften in dieser Stadt eine Verschwörung ver-abredet hatten, an dem Oorpus OIiristl-Feste, sobald die Altchristen zur Pro-zession auszichcn würden, aus vier Straßen hervorzubrcchen und die Inquisi-toren, sowie alle Herren und Ritter, überhaupt das christliche Volk umzubringen.Sic hatten verabredet, die Pforten der Stadt und die Thüren der großenKirche zu besetzen.Es gefiel aber dem Erlöser", daß die Verschwörung amAbend vorher entdeckt wurde, und der Corrcgidor einige Verschwörer fest-gcnommen und Alles erfahren hatte. Und vor dem Auszug der Processionließ er einen der Gefangenen hängen, und dann nahmen sie den jungen Gelehrten(lZaebillsr) cks 1a. Torrs, welcher einer der Anführer war, gefangen und hängtcnihn ebenfalls mit noch vier Anderen. Weil aber der Corrcgidor cinsah, daßwegen der strengen Strafe die Stadt sich entvölkern würde, so verwandelte ersic in eine Geldstrafe für den maurischen Krieg. Da die Getauften kein anderesMittel hatten und aus Furcht, verbrannt zu werden, meldeten sich viele vonihnen zur Absolution;cs scheint aber mehr wegen der Gewalt, als aus demEntschlüsse, sich dem heiligen Christenglauben wieder zuzuwcndcn, geschehen zu sein."

Und als die 40 Tage vorüber waren, machten sic (die Inquisitoren) einenöffentlichen Anschlag der Exkommunikation gegen alle Diejenigen, welche wüßten,daß sich einer in irgend etwas der Ketzerei schuldig gemacht, und cs nicht an-gczcigt hätten. Dazu räumten sic eine Frist von 60 Tagen ein, und als diesevorüber war, wurde sie noch um 30 Tage verlängert.

In der Mitte dieser Frist beriefen sie dieRabbiuen der Juden, nahmensic in Eid auf ihr Gesetz und legten ihnen schwere Strafen an Leben und Gutauf, daß sie sofort den großen Bann in den Synagogen verkünden und ihnnicht eher aufhcbcn sollten, bis Alle gekommen sein würden, das auszusagcn,was sie in der Sache wüßten. Und so kamen viele Juden, um zu bezeugen,Männer und Frauen, und jagten viele Dinge aus.

Während dieser Zeit wurden im Hafen von Valencia fcstgenommenSancho de Cibdad und seine Frau (Maria Diaz) nebst seinem Sohne unddessen Frau und noch Pero Gonzalez deTeba, Einwohner von Villa-Real,welche Ketzer waren. Sie waren von dort entflohen, weil dort die Inquisitionbestand, hatten in dem Hasen ein kleines Schiff gekauft und verproviantirtund schifften sich auf dem Meere ein. Es gefiel aber Gott, daß ein Gegenwindsic in den Hafen zurückschlcudcrte. So wurden sie ergriffen, nach Toledo

der Vereitelung derselben durch den Verrat desschönen Mädchens" (1a kornaoss.ksnadra), Don Susans Tochter, aus welcher Xoaaäor äs los Illos die Vor-gänge geschöpft hat (o. S. 289 Anmcrk.), hat Fidel Fita jüngst aus einerälteren Handschrift veröffentlicht in Lolskln T. XVl 1890 x. 252 f.