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Geschichte der Juden.
a. a. O- nachgcwiesen hat. Aber eine anerkannte Autorität war nur der Nürn-berger, welcher vor 1492 gestorben war.
Zum Theil ist der Inhalt des Sendschreibens, daß sich Autoritäten desMose Kapsali gegen Joseph Kolon angenommen haben, durch Mose Menz' genea-logische Angaben von der Familie der Del Mcdigo bestätigt. Auch diese Notizgicbt an, daß drei angesehene Brüder Del Mcdigo: Elkana, Mose, Elia fürKapsali aufgetreten seien. (Llim, 29 a zur Fortsetzung der oben angegebenenStammlinic): 1'112 (unvbi an:» 'i ,:p, >2x1 21:2 bnii-v i'2n) i:p.bx 'i1211 x'i.i 'iv rix oxi 12 'inx oinvn'a i':: 11112 1122 'i rix ox ix>i:p2 im p'2121212°: ,1121 '°1XI22,2 1!22 i"ii2 ii,ri> 1>°?Y2 °ior ^112 i:: 2111 2ib2 ixr'. Auffallendbleibt cs allerdings, daß Mcnahem del Mcdigo nichts von der Parteinahmeseines Großvaters und seiner Großonkel für Kapsali gegen Kolon erwähnt.— Auch Conforte erzählt: ein Bekannter von ihm habe bittere polemischeSchriften Kapsali's und Kolon's gegen einander gesehen, die aus Hochachtungfür Beide nicht gedruckt worden seien (Kors lla-Oorot p. 29 ).
Gehen wir jetzt an die Berichtigung der Jrrthümer in Betreff der Fehdezwischen Mose Kapsali und Joseph Kolon, die sich bis in bibliographischenNotizen-Kram fortgcpflanzt haben. Joseph Kolon richtete sein Verdammungs-Votum gegen M. Kapsali an vier angesehene Männer in Constantinopel, ermahntesie, ihm den Gehorsam aufzukündigen, ihn des Rabbinats zu entsetzen, undihn überhaupt wie einen Auswürfling zu behandeln (llssxx. ck. Kolon Ko. 83 ).Die Namen dieser Vier lauten: p pir' 'n "2x 12 111 .in '1 v'v'ii 0:22 ii'^x(12^22) ,iir> ... 12 mx '1.11 m'i^x bx,2v. Diese Vier hatten
Joseph Kolon Nachrichten von Kapsali's angeblichen Schandthaten gegeben.Ohne Zweifel sind es dieselben, welche in Elia Kapsali's Sendschreiben dieVerderbcnschmiede: 1-1122 >2-11 i>'2ix, genannt werden. Ist dem so, warendie Vier, wie aus dem Sendschreiben unzweideutig hervorgcht, infame Lügner,welche Kapsali's Ruf untergraben und seinen Sturz hcrbciführen wollten,dann kann und darf der erste der Vier: 0:121 11-bx, nicht identisch sein mitElia Misrachi, wie in den Bibliographien von Confortc's Kore Ira-Vorot(p. 29 ) an, bis auf die neueste Zeit zu lesen ist. Abgesehen davon, daßElia Misrachi eine zu würdige Persönlichkeit war, als daß er zu einer soschandbaren Jntrigue hätte die Hand bieten oder sie gar anregcn können, soist in Elia Kapsali's Sendschreiben mit keiner Silbe angcdeutct, daß er einMitschuldiger gewesen wäre. Es heißt auch darin, daß die vier Lügen-schmiede durch die Pest umgekommen wären (um 1490 ), während EliaMisrachi noch in's sechzehnte Jahrhundert hinein gelebt hat. Ferner heißt eszum Schlüsse des mitgctheilten Sendschreibens: Inda Menz habe den peinlichenVorfall zwischen Kapsali und Kolon dem Elia Misrachi zur Warnung vorleichtsinnigen und oberflächlichen Voten vorgehalten. Also Elia Parncß istnicht mit Elia Misrachi zu identificiren.
Doch beruht dieser Jrrthum lediglich auf einer oberflächlichen Combination,dagegen scheint eine andere Entstellung der Wahrheit noch zu Kapsali's Zeit oderetwas später vorgenommcn worden zu sein. In dem Sendschreiben wird eineMalice mitgethcilt, die Mose Kapsali gegen die vier Verläumder geäußert hat:Wenn deren Zungen ausgeschnitten wären, würden sie für Hunde und Katzennoch einen Werth haben: xiix vrx 12 121,22 111 12111 121 -xr,2 peib i>i ,bx12112 1,121 xiriv'i, N2°,2°, -INI 12-1>2!21 x:-2x ',1. Diese Aeußcrung wurde insofernentstellt, als verbreitet wurde, Kapsali habe diese Malice nicht gegen die vierLügenschmiede, sondern gegen Joseph Kolon selbst gerichtet (der Anonymus