Druckschrift 
8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
Entstehung
Seite
442
Einzelbild herunterladen
 

442

Geschichte der Juden.

Referat ist zum Thcil aus Elia Kapsali's Erzählung (bei Lottes x. 7 f.) ent-nommen. Von der Lage der Juden im Beginn der Herrschaft der Türken inConstantinopcl und der europäischen Türkei gicbt ein Aktenstück Zeugniß beiSamuel de Molina (en"w->.ns in ove-irm 'pvs II. No. 1 und nisivn I. No. 364),das. heißt es: . . . impve» P2U2 212^1 U2>i inibw -,-iui2 >w2 usiii 2222 022 '212' vm... in urll mpa 22 . . . nun» 1^22 ,2'2 v'U2 npri

riui mmi . . . usii.i nu . . . 'blln i»ui2 (a"'n '2 mi2^ob '2 12222) 222 2-2-21

.nv -2>- 22-22 22 . . . -vsn 22-^- 122

Es folgt dann ein Fcrman für diesen Arzt wahrscheinlich den Stamm-vater der Hamon^) vom Jahre 1452 und dem folgenden. Daraus weiter:

o'urQin 2'2I2'2 2>-2 -»>22 2L--I . . . 1°122 2^ (U2'^2U21,22) 22 ,2212 NU US122

1°, ,>n nvu ll'n^nv 2-2x2 le-ui 222>2 2x2 2->-2. Zuletzt ist angegeben, daßder Sultan Mohammed II. den Juden zweierlei Steuern aufgelegt hat, eineKopfsteuer '-ui- e-us und eine Gemeindesteuer upvv auch -e-u22u 22genannt. Diese Letztere mußten sic für die Erlaubnis) leisten, daß sie einenRabbinen mit Bewilligung des Sultans halten durften: 21-22 2-212-2 ,2212 12 -2

.u^Li unuvnna 2-2121 22

Was noch weiter in dem Merkchen 21x21^2 von der glücklichen Lageder Juden in der Türkei erzählt wird, hängt mit Mose Kap sali zusammen,der bis jetzt, obwohl nur wenig bekannt, doch verkannt wurde, obwohl er einehervorragende Bedeutung unter den türkischen Juden hatte. Bekannt war erbisher lediglich durch die schmähenden Response», welche Joseph Kolon gegenihn erließ (Rcsponsensammlung No. 8387). Dieser schilderte Mose Kapsalials einen Idioten und Leichtsinnigen, der die Rabbinatswürdc geschändet habeund entsetzt zu werden verdiente. Machte ihn doch gar ein zeitgenössischerBibliograph auf Grund dieser Responsen zum Reformator! Daß Kapsali nichtsweniger als das war, hätte man aus dem Referate des Elia Misrachi entnehmenkönnen: Daß Mose Kapsali denen apponirt hat, welche den Karäcrn Unterrichtin Talmud zu geben gestatteten, Rospp. No. 57: '.nm >122 2-2.U -2:2 2212 pi

22-i-x O'bapv 1-22- -1212 2s i-x-22- 22:2 o-u2p2 -12 2-22^2 reu . . . -bvsp -rx-bu2i>n 2,2'bx ps-12 2-2 1221 .2-2221 2--N2 2-2222 21222 lin^i- uxe-, '2 -2x12 ,bi>n>

21 i>2 2x1 .12 2-1-2U2 2i-ue- eis ^1x22- 221222 22)- 2-22^2 221-2 i>x -5e-sp 22:2 -2,'222^ 1x22, ,22U2I22 12'I22 U2. Wir erfahren nun aus dem historischen Merkchen,

daß Mose Kapsali als frommer Rabbiner, ja als Askctiker galt: 22-2 e-me,212x2 b-r 2>2 221221 2--^ "2 ,--ni ^e-- j-2xe> i>x, 212-2 "122 21x22 .222, . . . 2,.22 i-ix2'2S122 U22 ^x-2 M22 NU 22-1 212-2 I2U 2222 (2L2L) 1^2.2 -1S°1. Weiter erzähltderselbe Anonymus, daß Mose Kapsali die Abgaben der Juden an den Sultanzu distribuireu hatte: 2:2 ":u xmi >2' bx .2222 22122 222 2- )-x 2122^2 i-s 122x11ll'2,2'2 NU -^22 22U2 1^22. Ferner rcferirt er: Daß Mose Kapsali vom Sultanbefragt worden, wie die verheerende Pest in Constantinopcl abzuwendcn sei, unddaß er gerathcn habe, die Buhldirncn zu vertreiben, daß in Folge dessen ein Blut-bad unter dcn Janitscharen angerichtet worden, und daß Mose Kapsali viele jüdischeGönner und Anhänger der Janitscharcn gezüchtigt habe: (-buosp 222) 222 221

r) vr. Brüll bezieht diese Begünstigung auf den Arzt Hekim Jakob(Jahrb. z. G. d. I., Jg. VII, 49 f.). Allein da in der Quelle der Name nichtgenannt und von den Nachkommen desselben nichts bekannt ist, so scheint cssich eher auf einen Hamon zu beziehen, dessen Nachkommen berühmte Aerztewaren, v. Hammcr's Angabe, daß Hekim Jakob Renegat geworden ist, kanndoch nicht so ohne Weiteres zurückgcwiesen werden, da ihm doch eine Quelledafür Vorgelegen haben muß.