Note 5.
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litionsm sarum in rsAuo uostro per proelamation sin publioamomnidus innotssssre laoiemns. (Gelegentlich sei erwähnt, daß derselbeKönig, obwohl auch dieses Gesetz sür die Ewigkeit erlassen sein sollte, diePrivilegien der Juden 1467 nach dem Siege über den preußischen Ordenwieder in Krast setzte. Bei Bandtkie, Anfang.)
Resumiren wir das hier weitläufig Auscinandergesetzte und ziehen wirdas Facit. Im Octobcr 1454 klagte noch Capistrano dem Papste, daß derKönig Casimir die Privilegien der Juden nicht anfheben wollte. Die Auf-hebung geschah erst durch das Statut von Nicszava, daß jedenfalls imNovember erlassen ist. Das Tagesdatum ist nämlich wegen der Varianten inden Codices unbestimmt: Montag am Martintage — 11. November, oderDienstag nach Martini — 12. November, oder Sabbat vor St. Elisabeth —7. November, oder Sabbat nach Elisabeth — 23. November (Bandtkie I. o.p. 291, Note). Die Klagen der polnischen Juden, welche Meisterlein zurKenntniß der bei der Synode von Bingen Bctheiligten bringt, und zwar inFolge des Mönchs (kein anderer als Capistrano), „daß er auch diejüdischen Bewohner im Königreich Krakau mit Verfolgungen heim-gesucht", sind ohne Zweifel von dem Verluste der Privilegien durch dasNicszawer Statut zu verstehen. Diese Klagen sind also erst nach Novbr. 1454,.wohl erst in einem der darauf folgenden Jahre erhoben. Mcistcrlein's Send-schreiben, welches davon Erwähnung thut, kann daher jedenfalls nicht vor1455 ausgestellt sein. Sämmtlichc Data weisen also auf das Jahr zwischen1455—57 hin, in welchem die Bingcr Synode stattgefunden hat.
Aus einer versprengten Notiz könnte man sogar entnehmen, daß die pol-nischen Juden nicht bloß durch Aufhebung der ihnen günstigen Privilegiender Willkür des ungeschlachten Adels und des Pöbels prcisgegeben waren,sondern daß ihnen sogar zu dieser Zeit vom König von Polen die Wahl gestelltworden sei, entweder sich zum Christenthum zu bekehren oder das Land zuverlassen- Barros, der Historiograph der portugiesischen Entdeckungen, erzähltnämlich: Basco de Gama, der große Admiral, welcher indische Colonicn fürPortugal erworben hat, habe bei Goa einen polnischen Juden auf sein Schiffgelockt. Dieser sei Dolmetscher und Agent im Dienste eines maurischen Fürstenvon Goa gewesen. Nachdem Fasco de Gama den jüdischen Agenten aus Polenhabe foltern lassen, habe dieser seine Biographie mitgetheilt, daß der Königvon Polen im Jahre 1450 die Juden zur Annahme der Taufe oder zum Aus-wandern gezwungen, daß in Folge dessen die meisten Juden ausgcwandcrtseien, daß seine Eltern nach Alexandrien gekommen und er daselbst geboren sei(Harros Ileoaäa I. Imvro IV, v. 2, p. 360): Ii»tao oomsoyou a sontrrr(o äuäeo äs 6loa) o priosipio äs sna viäa, ämsuäo: Hus uo aimo äsObristo äs mit grmtrooisntvs s sinooseuta. Wre^ äs IVlaiiia manäava.lanyar Irum prsAuo psr toäo ssu Rs^no, Hus Hrmutos äuäsos nsllobouvesss, äs triuta äias ss üresssm Lbristaos ou ss sapissssm äs ssuRezmo, s passaäo ests tsrmo äs tempo, os hne aobasssm, kossemc^ueimaäos. Oonäs ss sausou c^ns a. maior parts äos ckuäeos ss sabiramlära äs Rs^no psra. äivsrsus partss. In diesem Berichte ist jedenfalls dasJahr 1450 falsch; denn in dieser Zeit waren noch die Juden von Polen be-günstigt, wie sich gezeigt hat. Die Verfolgung konnte also erst von 1455 abgeschehen sein. Da sich aber anderweitig kein Beleg sür Zwangsbekchrung undAuswanderung der Juden von Polen findet, so muß man wohl annehmen, daßder jüdische Agent von Goa dem Admiral hat etwas aufbindcn wollen.
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