Note 5. 429
Auch Juda Menz, Verwandter des Mose Menz, ist im Jahre 1462 ,wahrscheinlich in Folge der Verbannung aus Mainz ansgcwandert. Er fungirtcnämlich 47 Jahre als Rabbiner von Padua (Gherondi, Biographien mbnbniei 'bin s. v. und Lorsin Llreursä III, p. 89 ). Nun starb Juda Menznicht, wie Viele dem Biographen Abrabancl's, Chaskitu, nachschriebcn, 1508 ,sondern ein Jahr später. Chaskitu rcferirt nämlich (Einleitung zu Abra-bancl's ixiv' 2«x.2 p. 4 a): 1,12,22 1211ns i'x ums', . . .i"oi rann . . . ,2ir' pu'iNI 2'2122 112,221 P2'2 NUN' . . bini 11N21 122 wo- 'n IM 211 2'2'2 . . . 2>12"1
. .. 'MI ... NI bim. Das ist aber nicht so. Juda Menz' Schwiegersohn, McirKatzcncllnbogen von Padua, bemerkt in der Einleitung zu dessen Rcsponsen:Im Todesjahr des Juda Menz sei Padua vom Feinde eingenommen und ge-plündert worden: 121212 1'2 1N11S 1'x NNIN (pl'2 NNIN' 'n) 1121 12SN2 niv mn2ssiivbi 2x1,2b 1'1S22 omi '1' mbvi bbvb. Nun wurde bekanntlich Padua erst imJuli 1509 von dem Heere des Kaisers Maximilian verheert, welcher in Folgeder Ligue von Cambray (Dezember 1508 ) gegen die vcnetianische RepublikKrieg führte. Am 17 . Juli 1509 war wieder ein Kampf bei Padua und dieVcnetianer entrissen cs den Kaiserlichen. Von dieser Kalamität im Jahre 1509spricht Meir von Padua, und sic meint eigentlich auch Chaskitu; nur hat erdas Datum nicht präcis angegeben. Elias Lcvita spricht auch von der Plün-derung Padna's 1509 in der zweiten Einleitung zu 01,02.1 11122, mit denWorten: .... '11'12 'I'I .... P121 122b 2p 0211 ,PI21> 2'L'!2I 2'1N2 1:2-22'1I1'1 ;,2>1 bs2 ,12211 '11 IM 2'2'1N1 111221 lbbe-1 112b: Ml 1I2N2 M21 1211ns 1'P2>121 12N 12m. Es ist also sicher, daß Juda Menz erst 1509 starb, und da er47 Jahre in Padua fungirtc, so ist er 1462 dahin gekommen, gerade in demJahre, als die Juden durch den Erzbischof Adolf II. aus Mainz ausgcwiesenwurden. Wenn Abrabancl nur etwa 8 Tage vor Juda Menz heimgegangcnist, so ist auch sein Tod erst 1509 anzusetzcn, und zwar beider Tod vor demMonate Juni.
Um wieder auf die Binger Synode zurückzukommen, so folgt aus demgewonnenen Resultate, daß sie vor 1462 stattgcfunden hat. Sie läßt sich abernoch präciser bestimmen. Israel Bruna beklagt diese Streitigkeiten, gerade ineiner Zeit, wo die Judenfeinde so viel Leid über die Gemeinden verhängen,und bemerkt, daß er gar nicht aufgelegt sei, ein Wort darüber zu sprechen,weil er von Sorgen wegen Reichsangelcgcnhcitcn, die gefahrdrohend sind,gequält sei: 11221,12 12'« mxiisi 1112'n 622 io"ii nb '12 ix . . '2-si 122 1121»i>i . . . ii>,21112b i:b 121 i,2'b2> 11V12 mini 2-xivii >122 .bniei iirisi bsi i"ix2'2122 1",x2 11 n 2 1112 'Ml .... irnms 1122>12 bisib 11N 111M2 11'lb llb2'2 1 2 1 ibbl 11112I1...'1 ' 2 11 2 1 ' b 11 1: b 2 12-N12lb21',22x2111'121U1V122 1111121 in- 211b x-212. Israel Bruna spricht also von Leiden, welchebereits über ganze Gemeinden hereingebrochcn waren, und von Gefahren, welchedie Regensburger Gemeinde speziell bedrohen. Sind unter den crstcrn die vondem Franciskancrmönch Capistrano und seinen Helfershelfern ausgegangencnVerfolgungen in Deutschland im Anfänge der letzten HäPc des fünfzehntenJahrhunderts zu verstehen, so zeigen die letztcrn auf bedrohliche Vorgänge inRegcnsburg hin. Diese können durch Auszüge aus Urkunden, Regcnsburgbetreffend, in Gemciner's Regensburger Chronik beleuchtet werden. — Alsnämlich der Kaiser Friedrich III. von seiner Romfahrt als römisch-deutscherKaiser zurückgckchrt war, forderte er 1453 von „der Jüdischheit" desrömischen Reiches „die außergewöhnliche Judcnsteucr, oder die Krönungsstcuer,den dritten Pfennig ihres Vermögens", d. h. den dritten Thcil. In Betreff