Note 4.
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81.1 p iov-1 .ll'vipn V1P n,:mnn es UUP1 . . . c-'vonn. Der Namen desVerfassers ist in dieser Handschrift nicht genannt.
Der Apostat Geronimo de Santa F4 führte bekanntlich als Jude denNamen xvm' oder 'pnH.n d. h. aus der Stadt Lorca im Murcia-
nischcn, nahe an dem damals noch mohammedanisch-arabischen Reiche Granada.Diese Stadt war Wohnsitz seiner Familie, er selbst aber wohnte in Alanizim Aragonischen (Relation II, x>. 46: v'ipiixv ci'nu^ wvL ornn). Nun giebtcs ein antichristianischcs Sendschreiben an Salomo-Paulus de Santa Mariagerichtet von einem Autor desselben Namens, worin der Schreiber denApostaten und das Christenthum heftig angrcift. Die Uebcrschrift lautet:
U1NI (ibuno nb.n xvun' nun (2L1I2) 'nm:
NI wn N'LNV (jetzt cdirt in Oibrs Obnollainiin von Eliescr
Aschkenasii Tuncnsis p. 41 ff.). Es liegt nahe, beide zu idcntificiren, unddiese Vermuthung wird noch durch die Uebcrschrift eines Scaligcr'schen Codexin Leyden (Katalog x. 354) unterstützt, wo die Uebcrschrift noch weiter lautet:nnnnxu i'll.n (xenn>) mn rni (i^u^) n-nnv nnu, „daß sich der Vers, des Send-schreibens zuletzt ebenfalls getauft" habe. Die Bibliographen acceptircn daherdie Identität. Nur der jüngere Luzzato differcnzirte sie und meinte: DerVers, des antichristianischcn Sendschreibens stamme aus einer andern Familieund sei identisch mit dem Verfasser des medizinischen Werkes o-u:
Josua b. Joseph Jbn-Vivcs Allorqui (o: S. 410), das er für BenvenisteJbn-Labi in arabischer Sprache ausgearbeitct und 1408 inAltakiiz beendethabe (Osnr Uselnnnä II, x. 14b). In der That ist cs psychologisch schwer denkbar,daß ein reifer Mann, der schlagende Gründe gegen das Christenthum geltendgemacht und das Sendschreiben sogar veröffentlicht hat, sich dann die kom-promittircnde Jneonscquenz hätte zu Schulden kommen lassen, in dieselbeApostasie zu verfallen. Es lassen sich manche Gründe gegen die Annahmeseiner Apostasie geltend machen (vcrgl. Nehcm. Brüll, Jahrbücher IV, x. 50 f.).Indessen die Nachschrift von einem Kundigen, daß der Verfasser des Send-schreibens an Pablo sich trotzdem getauft hat, übcrwicgt.
4.
Aon Abraham IZcnveniste und seine Zeitgenossen.
I. Abraham Benveniste.
Seit der ersten großen Judenverfolgung in Spanien von 1391 undnamentlich seit Viccntc Ferrer's Zwangsbckchrungcn kamen daselbst immerweniger vor jüdische Staatsmänner, oder solche, welche an den Höfen ver-kehrten, jüdische Lortssani, einerseits weil Volk, Geistlichkeit und Cortes sichimmer entschiedener dagegen aussprachcn, Juden wichtige Aemtcr anzuvertrauen,und andererseits, weil die zahlreichen getauften Juden den nicht getauftengewissermaßen Concurrcnz machten und durch den Taufschein den Sieg davontrugen. Indessen konnten namentlich die südspanischen Könige die Juden nichtganz entbehren, und befähigte Juden wurden noch immer mit einer finan-ziellen Charge betraut. Zacuto berichtet von einer Familie Benveniste,deren Vater in einem der letzten sechs Dcccnnicn vor der Vertreibung der Judenaus Castilicn ein Staatsamt innc hatte. Mit den Enkeln verkehrte noch Zacutoselbst, so daß seine Relation alle geschichtliche Authcnticitäl hat. Er nennt vondieser castilianischen Familie Benveniste (zum Unterschied von der saragossa-Graetz, Geschichte der Juden. VIII. 27