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Geschichte der Juden.
jüdische Jahr n"op, sondern Außerdem ist Ben-Schcschet's Responsum
an Bcnjudas Bondavi ausgestellt Absch. , d. h. Sommer 1409. Folglichkann Ben-Scheschet nicht im Jahre vorher gestorben sein (vcrgl. darüberRovus des litudss VIII, p. 280 f.).
Noch unzuverlässiger ist die Angabe, daß er das Alter von 82 Jahrenerreicht hat. Sic hat nicht einmal das unsichere Zcugniß der Grabinschrift sürdas Todesjahr für sich, da Sambari nichts darüber mittheilt. Sie ist wohlerst in jüngster Zeit nach unbestimmbaren Faktoren ausgerechnet worden.Es findet sich keine Notiz, daß Ben-Scheschet ein hohes Alter erreicht hätte.Nehmen wir an, daß er wie sein Freund CH. Crescas 70 Jahre alt gewordenist, so kann er mit diesem gleichaltrig gewesen sein und nur etwa 10 Jahreälter als der Apostat Salomo aus Burgos, Pablo de Santa-Maria, mit demer vor dessen Taufe correspondirt hat (o. S- 80).
Weiteres zu seiner Biographie läßt sich nur anführcn, daß er im Jahre 1374nicht mehr in Barcelona war, da er in diesem Jahre bezüglich einer Urkunde,in welcher das Datum irrthümlich ausgestellt war, seinen Lehrer R'Nissim inBarcelona brieflich anfragtc (Rssp. i^o. 382). An diesen wendete er sich gleichnach seiner Uebcrsiedclnng nach Saragossa (Äo. 888) poo a-oi io-
,-iuopoo -nio. Im Jahre 1378 war er noch in Saragossa, von wo aus erChasdai Salomo in Valencia gratuliert, daß er den kriegerischen Fährlich-keiten in Tndela, welches die Castilicr und Engländer umstritten haben, glücklichentronnen sei (o. S- 401).
Zu beachten ist noch für Bcn-Scheschct's Biographie Sambari's Notiz,daß er in Algier so mißliebig gewesen wäre, daß sic ihm nicht einmal eineinfaches Denkmal gesetzt haben, und daß er vorher in einer anderen nord-afrikanischen Stadt ebenso wenig beliebt gewesen..
3.
Die Disputation von Hortosa,die dabei betheiligtcn Uotavckn, die Anklageschriften desHcronimo de Santa Ziü und die zwei Zosua Aorqni.
Für die langdauernde Disputation von Tortosa stehen gegenwärtig dreiQuellen zu Gebote: Der Auszug aus den lateinischen Protokollen der Ver-handlung (die im Escorial liegen), aus denen Rodrigucz de Castro Aus-züge (in seiner Ilidliolllsea I, p. 206) mitgetheilt hat, ferner ein Referat darüber,in Form eines Sendschreibens von Bonastrüc an die Gemeinde von Gerona(in Lollslist dslinda, I7o. 40) und endlich ein zweites Referat in hebräischerSprache, aus einem Manuskript Halbcrstamm's abgcdruckt in Kobaks dssollnrrm,hcbr. Theil, Jahrg. VI (1868), x. 45 f., ohne Ucberschrift. Das Letzte stammt voneinem bei der Disputation Anwesenden oder Einberufenen. Es beginnt mit denWorten: vns'en.-i Obwohl zeitgenössische
Quellen, geben sie doch kein vollständiges Bild von diesem Factum; die latei-nische Quelle giebt nur das Gerippe und keineswegs die interessanten Ncbcn-umständc und Einzelnhciten, und die hebräischen, wohl ausführlicher und farbiger,sind zum Schlüsse dcfect. Sie stimmen indcß in vielen Punkten mehr,als man von dem parteiischen Standpunkte beider erwarten sollte, mit einanderüberein. Nur in Betreff mancher Namen der dazu berufenen jüdischen Notabelnherrschen bedeutende Differenzen, die durch die jüngst veröffentlichen Quellen,