Note 2.
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Kaufmann glaubte zwar, einen Fund für die Fixierung der biographischenData gemacht zu haben, nämlich eine Grabinschrift auf Ben-Scheschet's Grab-denkmal bei Algier an der Meeresküste, das einen Wallfahrtsort für die Judenvon Algier bildet. In den Versen der Grabinschrift ist mit Buchstaben an-gegeben, daß er 1408 gestorben sei — angcdcutct durch die Zahl-Buchstaben— (4)168 — 1408. Der Maler Genz, welcher das Schauspiel dieser Wall-fahrt auf einem Gemälde wiedcrgcgcbcn hat, berichtet darüber, was er vonden algierischen Juden vernommen hatte. Im monninsnt a stv rsstaursxnr In voinmuiiants israekits en Tllxxer en 1'Iiovnenr än Raki» IsasLar-Öliisliat, nä en DsxisAns, ääeääs ü Xlgsr sn 1408 ctans sn 82 oas nun äs.Diesen Fund theilt Kaufmann mit,(Monatsschrift, Jahrg. 1882, x. 86 f., Jahr-gang 1888, p. 192, IIsvus äss Xtnäss llnivss IV, x. 319 f.). Er hielt dieGrabinschrift für unzweifelhaft echt. Allein Joseph Sambari berichtet darüberim Jahre 1619 nach einem handschriftlichen Pergament, auszüglich angeführt,woraus sich ergiebt, daß diese Grabinschrift, auf welcher das Todesjahr an-gegeben ist, möglicher Weise erst 200 Jahre nach Ben-Scheschet's Todeaus das Grabdenkmal gesetzt worden ist. Er berichtet nämlich (Neubauer,
Xnseäota, x. 129 n): die Gemeinde von Algier habe Bcn-Scheschct gar keineGrabinschrift gewidmet, weil er unbeliebt gewesen. Erst hundert Jahre nach seinemTode hätten die Emigranten aus Spanien ihm eine Inschrift in vier Versengesetzt, worin sein Todesjahr nicht bezeichnet wurde. Erst viel späterhätte man eine größere versificicrtc Grabinschrift angebracht, worin sein Todes-jahr 1408 mit den Buchstaben 7,po >o angcdcutct ist. Vorauf geht die Angabenpb 'o u-s ms-a (vmiu) nim. Darauf heißt es nee» iMLo moo io ».m n'-iibxn um mmo? -opm (1492) uno ruv o'enuue, na nv ov 7iob.no
.no^v.n bv o>omo unw o'uo.n . . . moiE o'uoT, N'bv louoi . . . w'v uovvo '-im p'^'ibx 07, -UlL'no.n:
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Der sonst unbekannte Verf. dieser Inschrift, Abba-Mari Jbn-Caspi,gehörte dem XVI. Jahrhundert an. Erst in der später hinzugefügtcn Grab-inschrift kommt der Vers mit den Zahlbuchstaben vor:
.P7!L- UN ll'.u'-n npb '0 bxnb npn 1" VN-1
Das Datum des Todesjahres ist demnach durchaus nicht gesichert. Zudemsind nicht blos die angegebenen Buchstaben, sondern auch das n im Wortell'u'-n punktirt, ob auch in der Handschrift, darüber kann nur H. NeubauerAuskunft geben.
Die spanischen Emigranten, welche 100 Jahre nach seinem Tode nachseiner Grabesstätte geforscht haben, müssen über sein Todesjahr ebenso ungewißgewesen sein, wie wir, sonst hätten sie es in der Grabinschrift angebracht.
Dazu kommt noch ein interessantes Ergebniß des Grand-Rabbin IsaakBloch, daß Bcn-Scheschet mindestens noch 1409 gelebt haben muß. DasResx. Xo. 171 ist nämlich an den Arzt und Talmudisten Bcnjndas Bondavians Cagliari in Sardinien gerichtet, und hat znm Inhalte das Vergehen gegeneinen Bannspruch während der Anwesenheit eines Königs auf dieser Insel.Dieser König, welcher Cagliari besuchte und in dessen Umgebung der ArztBcnjudas war, kann diesen Besuch frühestens 1408 gemacht haben und zwarjedenfalls nach Dccembcr desselben Jahres. Das wäre aber nicht mehr das