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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

Der Satz rmLirpo v'-7,2 kann nichts Anderes bedeuten, als seine Gründe undAuseinandersetzung dem Könige vorzulcgcn.

Daß Chasdai Crescas für einen Messias, der in der kleinen Stadt Cis-ncros auftrat, Partei nahm und in der Synagoge für ihn auftrat, dürfteauch wenig bekannt sein. Der Apostat Gcronimo de Santa Fe (JosuaLorqui), ein Zeitgenosse, reserirt das Factum in der Eröffnungsrede zurgroßen Disputation in Tortosa 1413 als etwas Bekanntes. Die Stelle ist aberwegen des schlechten Latein und der Corruptclcn dunkel: Nurngus aquiva(^^uiva) Hnsnäam (Nsssiaru) in oivitats Hitor, ot temxors RubiNo^si 4a ÜA^xto aliura in terra tsman (Tsman), tsinpors vero nostroRa1>x darda^ erssts.8 (l. Nrrselu/Orssoas) guendana in6isnsrosrsAni Oastsllas in s^na-AOAis publies preäiekrn8 natos rnes8iamczuerulibst istoruiu birinitsr U88srsbant. Die schwerfällige Stelle be-deutet: Rabbi Akiba habe von einem in Bitcr (Bctar) geborenen Messiasgepredigt, ein anderer Messias sei zur Zeit des Mose Maimun in Tcman(Jemen) ausgetreten.Zu unserer Zeit hat Chasdai Crescas von einem inCisncros geborenen Messias in der Synagoge gepredigt."

Es bezieht sich sicherlich aufMosc Botarel aus dem Städtchen Cisncros,der sich als Prophet und mcssianischcr Erlöser ausgcgcben und dessenWunderthäterci Chasdai Glauben geschenkt hat (vergl. den Bericht darüberMonatsschrift, Jahrg. 1879, S. 80 ff.).

II. Isaak Bcn-Scheschet.

Von Crescas' Zeitgenossen und Freund Isaak Bcn-Scheschet sind mehrals 500 Nummern Responscn vorhanden, die er an verschiedene Gemeindengerichtet hat. Sic enthalten auch hin und wieder chronologische Daten, unddoch lassen sie das chronologische Moment so dunkel, daß sie nicht einmal An-haltspunkte für seine Biographie geben. Der Herausgeber hat sie nämlich imchaotischen Durcheinander cdirt. Es crgicbt sich zwar daraus, daß er in dreiStädten nach einander sein Heim hatte, in Barcelona, Saragossa und Valencia(Reapp. Ho. 127, p. 71a): nnoipio o.io 0121 , 22.1 w'

.nx'Or'^ 2 . (Daß er auch in Tortosa gewohnt hätte, beruht auf einer ver-führenden Angabe in einem Responsum, vgl. w. u.) Aber nicht einmalseinen Geburtsort lassen die Ncsponsen erkennen. Daher nennt Simon b. ZcmachDuran dessen Geburtsort Valencia (ksLpp. II, No. 128) und JosephSambcri (XVII. Jahrh.), welcher manches Biographische von ihm mitgetheilt,nennt dafür Saragossa (Neubauer, Xuseäotu Oxouisus. p. 128)nuoipio v'v irniov i'-m Beides ist falsch. Denn er selbst gicbt ge-legentlich an, er sei in einer großen katalanischen Stadt geboren (in denRs8pp. an Galipapa No. 394, p. 314b) .nn'.n 1120 ux cu

--oxo 1 NV nch-u. Damit kann nur Barcelona gemeint sein,

keineswegs war cs Valencia oder Saragossa. Eben so wenig bekannt sind seinGeburts- und Sterbejahr und seine Lebensdauer. Der Beweis, den ich in derersten Ausgabe ausgestellt habe, daß er über 100 Jahre alt geworden, beruhtauf einem Jrrthume im Leydener Kataloge. Daselbst wird nämlich eine Rcsp.Bcn-Scheschet zugcschricben, worin sein hohes Alter und sein Wohnort Tortosaangegeben ist (O-rtaloZ Bibi. I^äsn 324). Halbcrstamm hat aber nach-gcwiesen, daß dieses Nssp. nicht ihm, sondern seinem Zeitgenossen MoseChalawah angchört (Maskir XIII, p. 74).