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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
Entstehung
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Noten.

i.

tzsodi oder Z>rostat Suran als historischer Schriftstellerund seine Schriften.

Das höchst originelle Werk des Portugiesen Samuel Usque, in welchemdie Leidensgeschichte des jüdischen Stammes von seinen ersten Anfängen an biszu des Vers. Zeit (1553) in poetischer Form des Dialogs, der Klage und desTrostes erzählt wird (Oonsolaoäo as tribrrtneosnsäs^srael, gedrucktFerrara 1553), enthält im 3ten Dialoge in 37 Nummern Verfolgungen derJuden seit der westgothischeu Zeit unter Sisebut 612 bis zu einer Ent-weihung der Synagoge von Pesaro zu des Verfassers Zeit 1553. SamuelUsque, obwohl mehr Poet als Historiker, verfehlt doch nicht, bei jeder Begebenheitdas Datum und die Quellen, woraus er die Nachricht geschöpft hat, anzugeben.Diese Quellen sind aber nur durch Abbreviaturen am Rande angezeigt, meistensdurch 1?., oder etwas deutlicher b'or. 1?., was nicht lange rathcn läßt, daßes das giftig judcnfeindliche Werk I'ortg.IItinmb'iäsi des FranciskancrsAlfonso de Spina ist, aus dessen drittem Buche gegen die Juden SamuelUsque Martyrologicn zusammengctragen hat. Außer dieser Abbreviatur kommennoch andere vor, die nicht so leicht zu enträthseln sind. Q. ä. L. L. oder LL.auch L b. und V. N. Hin und wieder ist angegeben Oor äs ssxrroba (sollheißen Lvronisa, so in idio. 1); idias sstorins äs 8am Qsräs äs k?rrrnyu, (bio. 10);Oor (soll wohl heißen Ooronioa, äs VirAratsrra in idlo. 12); Loroir äosemxsrasäorssj s äos papns (bio. 19); R' ^biabäo Isvi no liro (livro) äsLialials, (bio. 24, i°,vpi iso des Abraham Jbn-Daud). Von bis. 25 bis Endegicbt Usque keine Quelle mehr an, denn die Verfolgungen betreffen Selbsterlcbtcsoder Erzählungen, die er von älteren Zeitgenossen über die Verbannung derJuden aus Spanien und Portugal vernommen hatte. Ich habe früher eineVcrmuthung ausgesprochen, daß Samuel Usque eine hebräische Quelle benutzthat und zwar dieselbe, welche auch das Martyrologium desJbn-Vcrga (l-:v->n-n,i') copirt hat (Bd. VII.,, S- 465). Denn die Darstellung mehrerer Be-gebenheiten bei beiden spiegelt augenscheinlich einen gemeinsamen Text wieder.Man könnte zwar vcrmuthen, daß Usque das Lobebet äebuäa benutzt habe.Allein das Letztere ist fast zu gleicher Zeit mit der Oonsolnono, vielleicht garerst ein Jahr später erschienen (vgl. Einl. zur biä. Hannover p. VII f.) undzwar im Morgenlande. Dort befand sich auch der Codex im Besitze des E»gänzers und Diaskcuasten Joseph Jbn-Vcrga, so daß gar nicht anzunchmcnist, Usque, welcher zur Zeit des Druckes in Italien gelebt, hätte Einsicht davongenommen. Auch hat sein Text öfter bessere Lesarten als das Loüsbet äsünäu.Man ist also zur Annahme gezwungen, daß beide Sammler der Vcrfolgungs-geschichte einige Relationen aus einer und derselben Quelle entnommen haben.Welches war nun die gemeinsame Quelle?