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8 (1897) Geschichte der Juden von Maimuni's Tod (1205) bis zur Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal : 2. Hälfte
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Geschichte der Juden.

hatte zwar Beschwerde gegen die Aufnahme jüdischer Zuzügler erhoben,aber der Stellvertreter des Papstes Alexander VI. beschützte sie*).Die meisten provencalischen Ausgewiesenen wanderten indeß nachItalien, wo die Zerstückelung in Kleinstaaten und städtische Republikenkein gesetzgeberisches Gleichmaaß für Zulassung oder Ausschließung desjüdischen Stammes möglich machte. Hier wog meistens die Rück-

sichtnahme auf materielle Vortheile die Beachtung der kanonischenEngherzigkeit auf. War ja der verworfene Papst Alexander VI. mitdem Beispiele der Duldung selbst gegen die flüchtigen Marranen voran-gegangen. Italien hat durch die Zuziehung der Juden nur gewonnen,die, meistens mit philosophischen, medicinischen und naturwissen-schaftlichen Kenntnissen ausgerüstet, zur Hebung des freien und klarenGeistes in der Renaissance-Zeit beigetragen haben. Kardinale undPäpste machten aus den nach Italien eingewanderten geschickten Heil-künstlern ihre Leibärzte. Unter ihnen zeichnete sich der ProvencaleBo net de Lates als Mathematiker und Erfinder eines Sternen-messungsinstrumentes aus, welches er dem Papste Alexander VI.widmete, und der später Leibarzt und Vertrauter des Papstes Leo X.wurde. Ein Arzt Jakob Ben-David Provencal aus Marseille,der ein Lehrbuch über Medicin verfaßt hat, wanderte nach Mantuaaus. Er und sein Sohn waren eine Zierde dieser Stadt 2).

Lraäiust tu Usvus ci. tA. VI. p. 21.

2 ) Azaria bei Rossi Nsor Luajim.