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Geschichte der Juden.
in Arles eine Hetze gegen die Gemeinde ausbrach, als wenn auch inihrer Mitte Christenkindermörder wären, und sich noch dazu ein Ge-schrei wegen Wuchers gesellte, welche einen gefahrdrohenden Charakterannahm, schützte sie Graf Renö. Er ließ die Anschuldigung wegenKindermordes untersuchen, und dieses ergab ein für die Juden günstigesResultat Die Klage wegen Wuchers wird wohl ebenso erfundenoder mindestens übertrieben gewesen sein.
Diese Vergünstigung diente indeß nur dazu, sie den bald nachNenö's Tode eingetretenen Wechsel schmerzlicher empfinden zu lassen.Was sie gefürchtet und womöglich abzuwenden gesucht hatten, wareingetreten: sie waren unter französische Herrschaft gekommen. Derletzte Graf der Provence hatte das schöne Land an Ludwig XI. ab-getreten. Alsbald begann sich ein fanatischer Haß gegen sie zu regenunter dem Vorwände, daß sie Wucher trieben, obwohl thatsächlichnicht wenige von ihnen Schuldner christlicher Gläubiger waren.Niedriges Gesindel und in Folge einer Mißernte unbeschäftigteSchnitter überfielen (1484), wahrscheinlich von Mönchen aufgehetzt,die Gemeinden von Arles, Marseille und Tarrascon, plünderten undzerstörten Häuser und Synagogen und jagten Allen einen solchenTodesschrecken ein, daß sich fünfzig durch die Taufe retteten. ZweiFrauen tödtete das Gesindel und warf sie in's Wasser ^). Drei Jahrespäter (1487) stellten die Bürger von Marseille an den französischenKönig Karl VIII. durch einen Delegirten das Gesuch, die Juden ausder Stadt zu weisen. Er gab zwar dem Gesuche keine Folge, ließaber die Schuldforderungen jüdischer Gläubiger, von denen die Zinsenzum Kapital geschlagen waren, cassiren. Da die jüdische Gemeindefreiwillig die Stadt verlassen wollte, und Einzelne begannen, ihreGüter zu verkaufen, verhinderte es der König gewaltsam und bedrohtedie Auswanderer mit einer schweren Strafe.
Obwohl um ihr eigenes Geschick tief besorgt, bekundeten die Juden
Aus einem Machsor-Codex in der Pariser Bibliothek, mitgetheilt vonNeubauer, Rsvus ckss Xtuckss X. p. 92 . 2-121 ii-^v 1212 ()"iii in--) u-ii ,1)122-,all 1I2U 2121 1^11) 1)222 >10x1 1-211 2-121P 2 -i°!-i -1211-2- 2121 Iii-iu i-ip ip
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2 ) Die Spczialqucllcn für diese Thatsachc sind angegeben bei vöppinZz-,distoirs ckss ckniks äans Is moz-sn ÜAS 206 ; LeuAnot Iss lluiks ck'Oosicksnt I.p. 184 f. und ohne Quellenangabe Onrinol)-, IIsvus oriontgls II. p. 221 s.In einem Codex der Münchener Bibliothek No. 271 ist in einem mcdicinischcnWerke eine Notiz wahrscheinlich vom Besitzer des Ms. im Anfang angegeben:
b?2- il^L-i- 2-I1IL1 2-P1 2'12)u 1U22- 1)'i-1U2 1I1I2 >112 lipo IIP 101.1 1)12 w')2 u"> 21-2121)1 DL- p-2 )"-1 . V) (?) '12) (?) P12- 112.1 12)i-21 u 1 u 1 1 >2 UNI 12-12) 2-)!2 1)111p 2) 12 ,"121.2-1201 2'22 11-1211 ,11)2 (?) 1P1I 2'12) 2')!2 -2111 -1^)1 U p-p 1^2-1 1112 2-1U1P1
1 'PL- 1 U p"p 1112 2-121)1. Die Worte 2-2-) 2-)L- sind als Dittographie anzuschen.