Zmangstaufen der Juden in Portugal.
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nicht ein gezwungenes Bekenntnis erheische *). Manoel war aber sosehr darauf versessen, die fleißigen Juden zu behalten, das; er aus-drücklich erklärte: er kümmere sich nicht um die bestehenden Gesetzeund Autoritäten und werde nach seiner Eingebung handeln. Auf denRath eines gewissenlosen Apostaten, Levi Ben-Schem-Tob, verboter zuerst den Juden gottesdienstliche Versammlungen, ließ sämmtlicheSynagogen und Lehrhäuser sperren und bedrohte die Uebertreter mitharter Strafe-). Die Zeit des Kaisers Hadrian sollte sich für die Judenin Portugal wiederholen. Als auch dieses Büttel nicht zum Zieleführte, erließ er — ebenfalls auf Anrathen desselben Levi^) .— (An-fangs April 1497) einen geheimen Befehl, daß sämmtliche jüdische Kinder,Knaben wie Mädchen, bis zum vierzehnten Jahre im ganzen Landeam Ostersonntag den Eltern mit Gewalt entrissen und zum Taufbeckengeschleppt werden sollten. Trotz der Heimlichkeit, mit der die Vor-bereitungen dazu betrieben wurden, erfuhren es doch einige Judenund trafen Anstalten, sich und ihre Kinder durch rasche Auswanderungvon der „Befleckung durch die Taufe" zu retten. Als Manoel Winddavon erhielt, ertheilte er den Befehl, die gewaltsame Taufe derKinder sofort auszuführen. Herzzerreißende Scenen kamen bei dieserGelegenheit in den Städten, wo Juden wohnten, vor, als die Schergendie Kinder in die Kirche schleppen wollten. Die Eltern umklammertenihre Lieben, und diese hielten krampfhaft an jenen fest; mit Peitschen-hieben und Schlägen wurden sie von einander gerissen. In der Ver-zweiflung, von ihren Kindern auf ewig getrennt zu werden, erdrücktenmanche Eltern ihre Kinder in der Umarmung oder warfen sie inBrunnen und Flüsse und legten dann Hand an ihr eigenes Leben.„Ich habe es gesehen", erzählt der Bischof Coutinho, „wie Viele
H Urkunden mitgctheilt von G. Heine in Schmidt's Zeitschrift a. a. O.p. 178 f. Herculano a. a. O. I. x. 121 aus der L^ininilltu-Imsituim.
2) Abraham von Torruticl a. a. O. p. 103. usn (msH? ov p v? 's?un pb'i vvu Hi omiis msi emo:? m- Hs? um . sps-os ?u?s» vu u>snsinveos ms mp'v r? ev p >H pp'v ?e>ui . . . isxn' ps?7> . . . Hu ;s up?'sn'IU nus o'ib'n ie-Ln> . . . ni? enumw nssch sse? (??"')?"' ;s svspn vss
. . . ns bips IMS s'Hm NPP 2 '.INI OSU 1 . Abraham verfaßte diese Chronikzehn Jahre später. Er kann also fast als Augenzeuge angesehen werden. Ererzählt von einem Schcm-Tob Lcrma, der wegen Uebcrtrctung des Gebets-Verbots gemartert wurde und später nach Fez entkam, wo der Verfasser lebte.
°) Dieser Levi Ben-Schem-Tob kann identisch sein mit dem Obcrchirurgcndes Königs, welcher auf den Wunsch desselben die Taufe nahm und de» NamenAntonio führte. Er wurde ein erbitterter Feind seiner ehemaligen Glaubens-genossen und verfaßte ein judcnfcindlichcs Buch unter dem Titel: Asnäo äaUü oontrn os lluäeos, ^utbor o msstrs Antonio, Uontor sn UVision,Oiiirnrgiäo mor ä'UIre/ äe UortnAul I). 3ouo. Bei Uarbosu Naelmäo IV. 21.